Mittwoch, 16. August 2006

‚Wenn ein Kopf rollt, dann meiner‘

Giovanni Trapattoni im Interview: Sein Erfolgsrezept, sein Risiko.
Und warum der Coach Teamkapitän Andi Ivanschitz nicht brauchen kann.

Der Maestro hat’s eilig, sehr eilig sogar. Ehefrau Paola ist am Wochenende aus Italien nach Salzburg angereist, die Schwägerin hat sie gleich mitgenommen. „Le Nozze di Figaro“ haben sie schon gesehen und gehört, heute steht „Don Giovanni“ auf dem Programm. Dazu schreiben wir den 15. August, „Feragosto“, seit Kaiser Augustus der wichtigste Ferientag jedes Italieners. Trotzdem: Giovanni Trapattoni steht auch an diesem Tag im Red Bulls Corner Rede und Antwort. Zunächst eineinhalb Stunden lang NEWS, danach der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Ein Hauch von großer Fußballwelt. Seit der erfolgreichste Klubtrainer der Welt mit 19 Titeln in Italien, Deutschland, Portugal und im Europacup Anfang Mai bei den „roten Bullen“ angeheuert hat, weht in der Mozartstadt ein Hauch von großer Fußballwelt. In der vergangenen Woche hat der 67-Jährige aus Cusano Milanino bei Mailand mit seiner bunt zusammengewürfelten Mannschaft (fast) ohne Österreicher die erste große Sensation geschafft: 1:0 gegen Valencia in der Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase (Rückspiel: Dienstag, 22. August, 22 Uhr, live in ORF und Premiere).

Mit oder ohne Aufstieg in die „Königsklasse“ des europäischen Klubfußballs: Das Engagement Trapattonis (Jahresgage: kolportierte 3,5 Millionen Euro) hat sich für Red Bull schon jetzt rentiert. Auch wenn die „Trap-Trupp“ in der österreichischen Meisterschaft zuletzt in Pasching nur ein mageres 1:1 holt, ist das der deutschen „Bild“-Zeitung genauso wie der italienischen „Gazzetta dello Sport“ oder der spanischen „Marca“ zumindest eine Kurzmeldung wert.

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PLUS: Das Interview mit dem Coach der "roten Bullen"

16.8.2006 17:33