Der Fall Horngacher
- Wiens höchster Polizist vom Dienst suspendiert und acht Stunden lang verhört.

·Polizeigeneral Horn- gacher im 1. Interview
NEWS: "Ich habe nicht gesetzwidrig gehandelt"
Hintergründe einer Affäre, die auf vielen Missverständnissen und Intrigen beruht.
Bonisdorf im Südburgenland. Was dort vor wenigen Wochen mit einem Missverständnis begann, ist nun mit der aktuellen Causa Horngacher noch lange nicht zu Ende. Jedenfalls führte die damals dort durchgeführte Hausdurchsuchung im Anwesen der Sekretärin Sonja Rogatsch zur Suspendierung des Wiener Landespolizeikommandanten Roland Horngacher.
Versteckte Schätze. Rogatsch war jahrelang die Sekretärin von Bawag-Generaldirektor Helmut Elsner seit dessen Pensionierung (2003) ist sie dessen Vertraute. Vor einiger Zeit trudelte in der Wiener Staatsanwaltschaft eine anonyme Anzeige ein, wonach im Rogatsch-Haus die verschollenen Gemälde des Bawag-Partners Wolfgang Flöttl versteckt wären.
Eine Fehlinformation von Flöttls Gemälden keine Spur. Stattdessen beschlagnahmte die Polizei im Keller des Hauses bergeweise Privatdokumente, die Rogatsch von Elsner zur Aufbewahrung übernommen hatte. Darunter zwei Weihnachtslisten, in denen größere und kleinere Zahlungen vermerkt sind. Die Liste mit den kleinen Geldbeträgen betraf Weihnachtsgeschenke an verdienstvolle Bawag-Mitarbeiter; auf der zweiten Liste waren größere Zahlungen lautend auf 20.000 Schilling (2000 und 2001) und dreimal der Euro-Gegenwert von 30.000 Schilling für die Jahre danach in Form von Ruefa-Gutscheinen vermerkt. Auf diesem Zufallsfund die Namen der Empfänger: Adolf Krchov und Roland Horngacher.
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