Trotz gestiegener Spielerträge: bwin muss im ersten Halbjahr Einbußen hinnehmen
- Online-Wettanbieter stürzt in die roten Zahlen ab
- Halbjahres-Ergebnis bricht auf -27,1 (+0,1) Mio. ein
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Der börsenotierte Anbieter von Online-Sportwetten bwin (früher betandwin) hat im ersten Halbjahr trotz gestiegener Spielerträge deutliche Einbußen bei den Ergebniskennziffern hinnehmen müssen. Die deutlichen Rückgänge beim Ergebnis fielen etwas weniger schlimm aus als von Analysten erwartet.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rutschte auf minus 3,8 Millionen Euro nach einem Vergleichswert von plus 4,6 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2005, das Betriebsergebnis (EBIT) brach auf minus 30,3 (nach plus 2,2) Millionen Euro ein, und das Konzernergebnis nach Steuern und Ergebnisanteilen Dritter stürzte auf minus 27,1 (plus 0,1) Millionen Euro ab, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Analysten heimischer Großbanken hatten im Durchschnitt mit noch schwächeren Werten gerechnet.
Der Brutto-Spielertrag wuchs von 60,6 auf 191,6 Millionen Euro, das bedeutet eine gute Verdreifachung. Mit dieser Steigerung von 216 Prozent sei bwin "das schnellst-wachsende Unternehmen der Online Gaming-Industrie", teilte das Unternehmen mit.
Neben einer "unterdurchschnittlichen Ertragsentwicklung im Bereich Sportwetten auf Grund zahlreicher Favoritensiege während der Fußball -Weltmeisterschaft" und einem unter den Erwartungen liegenden Wachstum im US-Pokergeschäft hätten unter anderem "Kosten für Rechtsberatung und Lobbying-Aktivitäten mit dem Ziel der Liberalisierung des europäischen Glücksspielmarktes" das Ergebnis belastet, teilte bwin mit.
Das Konzernergebnis sei "durch akquisitionsbedingte, nicht cash- wirksame Abschreibungen der aktivierten Kundenbasis bzw. Software im Zuge der Ongame-Transaktion mit 18,2 Millionen Euro belastet" worden.(apa)
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