Weg für Kulterer endgültig geebnet: Wechsel in Aufsichtsrat der Hypo Alpe Adria ist frei
- Kärnten: Satzungsänderung, Nominierung abgesegnet
- Beschlüsse für Hauptversammlung am Freitag geplant
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Der Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding hat am Mittwoch wie erwartet den Weg für die geplante Rochade von Hypo Alpe-Adria-Bankchef Wolfgang Kulterer vom Vorstand in den Aufsichtsrat der Bank geebnet. Der Punkt in der Satzung der Bank, der eine drei Jahre dauernde "Abkühlungsphase" vor einem derartigen Wechsel vorsieht, wurde gestrichen. Das teilte LHStv. Martin Strutz vor Journalisten mit. Die entsprechenden Beschlüsse in der Hauptversammlung sollen am Freitag fallen.
Strutz, er vertrat Landeshauptmann Jörg Haider (B), erklärte, der Beschluss sei mit zwei Gegenstimmen - jenen der SPÖ - gefasst worden. Man habe damit den Empfehlungen der Vorstände der Landesholding und des Betriebsrats der Bank Rechnung getragen. Kulterers Wechsel in den Aufsichtsrat sei ein "Signal an die internationalen Investoren", dass der Eigentümer weiter vollstes Vertrauen in Kulterer habe. Dieser werde "eng mit dem Management zusammenarbeiten", kündigte Strutz an. Nur so könnten das weitere Wachstum der Hypo, die geplante Kapitalerhöhung und der Börsegang abgesichert werden.
Ganz anderer Ansicht ist SPÖ-LHStv. Gaby Schaunig. Sie wiederholte vor der Sitzung ihre Kritikpunkte an der Personalrochade. Ihr Nein zur Änderung der Satzungen begründete sie damit, dass dies reine "Anlassgesetzgebung" sei. Auch die Tatsache, dass Grawe-Vizegeneral Siegfried Grigg als "Teilzeit-Vorstandsvorsitzender" Kulterer nachfolgen soll, ist für die Kärntner SPÖ-Chefin nicht nachvollziehbar: "Die Bank hat sich einen Vollzeit-Vorstand verdient, gerade in der jetzigen Situation braucht es den vollen Einsatz der Spitzenkräfte."
Die SPÖ-Anträge auf Verschiebung der Aufsichtsratssitzung bzw. Beibehaltung der bisher geltenden Satzungen der Bank wurden vom Aufsichtsrat abgelehnt. Für die Installierung Kulterers im Kontrollgremium stimmten neben den BZÖ-Vertretern Martin Strutz und Kurt Scheuch auch AR-Vorsitzender Dietmar Schwarzenbacher und der von der ÖVP entsandte Unternehmer Franz Farkas.
Ebenfalls noch nicht vom Tisch ist der von Haider vor einigen Wochen ventilierte Plan, Kulterer auch in die Kärntner Landesholding zu holen. Strutz erklärte, man habe im Aufsichtsrat über einen entsprechenden Vorschlag der Vorstände diskutiert. Er verhehle dabei nicht, dass dies auch den Wünschen seiner Partei entspreche. Nachdem durch die bevorstehende Änderung des Holding-Gesetzes ohnehin eine Neubesetzung des Aufsichtsrates der Holding notwendig werde, überlege er, Kulterer zu nominieren. (apa/red)
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