'Gewinnen ist sekundäres Ziel': 'Hicke' will gegen Ungarn endlich echten Teamgeist sehen!
- Nach 2 Niederlagen stört ÖFB-Trainer Negativbilanz
- Ungarn zuletzt gegen England und Neuseeland stark
·Ungarns Suche nach vergangenen Tagen
Nach Ära Matthäus soll's wieder bergauf gehen
·Zum 136. Mal gegen Ex-Erzfeind Ungarn
Traditionsduell zweier ehemaliger Größen
·IHRE MEINUNG zum österreichischen Team
Mitreden: Sind Sie mit der Leistung zufrieden?
·KLICKEN: Spielplan für die Fußball-EM '08
Alle Spieltermine und Stadien der Heim-EURO
·ÖFB-Länderspiele bis zum EURO-Großevent
2007 Geschichte. 2008 wartet u.a. Deutschland
·UMFRAGE: Kann ÖFB-Elf Ungarn besiegen?
MITSTIMMEN: Wer gewinnt das Länderspiel?
0:2 gegen Kanada und 1:4 gegen Kroatien, sechs Verlusttore in den ersten zwei Fußball-Länderspielen seiner zweiten Ära als ÖFB-Teamchef sind Josef Hickersberger eindeutig zu viel. Vor dem freundschaftlichen Treffen am Mittwoch in Graz gegen Ungarn (20:30 Uhr LIVE auf NETWORLD) fordert der Ex-Rapid-Trainer daher: "Gewinnen ist ein sekundäres Ziel. Viel wichtiger ist, dass wir als Mannschaft besser organisiert sind und besseren Teamgeist zeigen."
Schwerpunkt seiner Arbeit in den sechs Länderspielen im Herbst wird daher das Defensiv-Verhalten der Mannschaft und das Besprechen der taktischen Fehler sein. "Gegen die Kroaten haben wir keine Vierer-, sondern eine Sechser-Kette gehabt", nannte er ein Beispiel, wo der Hebel angesetzt werden muss. Die WM in Deutschland habe auch gezeigt, dass hinten gut stehende Teams kaum Torchancen zugelassen hätten.
"Stamm kristallisiert sich heraus"
Bei Ballverlusten müsse seine Truppe ein professionelleres Verhalten an den Tag legen. Auch wenn Hickersberger durch einige Verletzungen ein paar Änderungen in seinem Aufgebot für Ungarn hatte vornehmen müssen, so versucht er doch eine gewisse Kontinuität hineinzubekommen. "Ein Stamm kristallisiert sich schon heraus", meinte der Teamchef im ÖFB-Quartier Hotel im Park in Bad Radkersburg.
Für das Ungarn-Länderspiel hat der Niederösterreicher sogar schon seine elf Mann im Kopf, die in der Startelf stehen werden. Die Magyaren, die in Tata kaserniert sind und am Dienstag nach Graz reisen, bezeichnet der 58-Jährige als "ebenbürtigen Gegner, der auch schon eine viel bessere Vergangenheit hat, der aber noch immer einen technisch hervorragenden Kombinationsfußball spielt". Es warte eine schwierige, aber lösbare Aufgabe.
Gegner-Studium auch per DVD
Die Ungarn hat er auf DVD gegen England in Manchester 1:3 verlieren und zu Hause gegen Neuseeland 2:0 siegen gesehen. "In beiden Partien haben sie gut gespielt", befand der Krankl-Nachfolger, der in der Südsteiermark mit seinem Aufgebot eine erste lockere Trainingseinheit absolviert hatte. Vom 19-Mann-Kader fehlten am Vormittag nur noch Andreas Ivanschitz und Sanel Kuljic, die aber am Abend erwartet wurden.
Dass Ivanschitz vom Salzburger "Bullen" mit seinem Wechsel zu Panathinaikos zum jüngsten Legionär im Team avancierte, begrüßten alle Spieler. "Es ist eine harte Liga, die Fans und Medien sind nicht zimperlich. Wir wünschen ihm alle, dass er dort Fuß fasst und spielt", sagte der "Russe" Martin Stranzl (Spartak Moskau). Und Roman Wallner (Austria Wien), der wegen einer eitrigen großen Zehe am rechten Fuß - ein "Andenken" aus dem Derby - das Training hatte auslassen müssen, meinte: "Es wird nicht leicht, aber er wird sich dort durchsetzen, es wird ihn menschlich und sportlich prägen."
(apa/red)










