Schneekanonen & "Wunder-Franz": ÖSV-Herren üben auf Argentiniens Schnee
- Fast alle Abfahrer durch schlimme Stürze lädiert
- Superstar Hermann Maier zeigt schon gute Form
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Auch die ÖSV-Abfahrtsherren fliegen zum traditionellen Sommertraining in die südliche Hemisphäre. In Las Lenas/Argentinien übt damit in den kommenden Wochen eine wahre "Lazarett-Truppe", denn alle acht Abfahrer von Trainer Walter Hubmann haben zum Teil schwerste Verletzungen hinter sich. Vor allem, dass der 34-jährige Werner Franz wieder auf Skiern steht, gleicht einem kleinen Wunder.
Vor einem Jahr hatte sich der Kärntner bei einem Horrorsturz in Chile derart schwere Verletzungen zugezogen, dass man kurzfristig sogar um sein Bein fürchten musste. Doch der "Unzerstörbare" aus Weißbriach hat sich wieder einmal aufgerappelt und will es noch einmal versuchen. "Für die Verletzung, die er hatte, ist das wirklich ein kleines Wunder", meinte Hubmann aus Buenos Aires, wo er seine Truppe empfängt. "Aber wir gehen es natürlich sehr vorsichtig an. Werner muss erst mal schauen, wie es ihm auf hartem Untergrund geht", so Hubmann.
Fast alle Abfahrer durch Stürze lädiert
Praktisch keiner von Hubmanns Abfahrern hatte den vergangenen Winter ohne schwere Stürze und Schrammen überstanden. Christoph Kornberger hatte sich schon beim Herbsttraining in Kanada den Knöchel, Olympiasieger Fritz Strobl in Kitzbühel die Hand gebrochen. Hansi Grugger hatte nach seinem brutalen Sturz in Bormio die Saison vorzeitig beenden müssen und Klaus Kröll verletzte sich beim Weltcup-Finale Finale in Aare so schwer, dass er drei Monate komplett pausieren musste. Auch Norbert Holzknecht, Andreas Buder und Thomas Graggaber haben jede Menge bittere Erfahrung mit längeren Verletzungspausen.
Gute Erfahrungen in Neuseeland
Bald wird auch Herrenchef Toni Giger von Neuseeland aus zur Abfahrtstruppe nach Südamerika aufbrechen. Aus Wanaka/Treble Cone, wo die restlichen ÖSV-Herren und Damen bei bisher perfekten winterlichen Bedingungen auf der neuseeländischen Südinsel trainieren, konnte Giger nur Positives berichten. "Wir konnten bisher so viel realisieren, wie ich es noch nie erlebt habe", sprach Giger das beste - und bisher verletzungsfreie - Sommertraining seit langem an.
Maier zeigt schon gute Form
Vor allem die Mitnahme eigener Schneekanonen hat sich voll bewährt. "Dadurch konnten wir den nach unseren Vorstellungen gebauten Trainingshang in voller Breite beschneien und auf allen Unterlagen, auf aggressivem Kunstschnee aber auch auf Eis, trainieren", berichtete Giger. Hermann Maier habe bisher ebenso gute Leistungen gezeigt (Giger: "Er ist schon sehr gut in Form") wie die restliche Mannschaft. Der Herrenchef war fast schon euphorisch. "Ein Großteil der Mannschaft ist punkto Formaufbau sehr vielversprechend unterwegs."
Auch in Neuseeland arbeiten mit Allrounder Mario Scheiber und Slalom-Ass Manfred Pranger freilich zwei Läufer nach Verletzungen am Wiederaufbau. Vor allem Scheiber muss sich nach seinem Kreuzbandriss erst wieder herantasten, fährt meist noch ohne Stoppuhr. Giger: "Ich bin zuversichtlich, dass er zu den Weltcuprennen wieder voll einsatzfähig ist.
(apa/red)
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