200 m Rücken in 1:54,44 Minuten: Rogan-
Konkurrent Peirsol mit neuem Weltrekord
- US-Amerikaner verbesserte Bestmarke um 0,22 Sek.
- Rogans Rekord über 200m Rücken bei 1:56,63 Min.
Der Dauerkonkurrent von Österreichs Schwimmstar Markus Rogan hat am Samstag eindrucksvolle Stärke demonstriert. Der US-Amerikaner Aaron Peirsol, der Rogan sowohl bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen als auch bei der WM 2005 in Montreal auf Platz zwei verwiesen hatte, verbesserte seinen eigenen Weltrekord über 200 Meter Rücken bei den panpazifischen Meisterschaften in Victoria in Kanada um 0,22 Sekunden auf 1:54,44 Minuten.
"Das ist wahrscheinlich das beste Schwimmen meines Lebens", erklärte der 23-jährige Ausnahmeathlet, der seit den Olympischen Spielen 2000 in Sydney und damit seit sechs Jahren nicht mehr auf seiner Spezialstrecke verloren hat. Neun der elf schnellsten jemals erzielten Zeiten über die 200 Meter Rücken sind Peirsol zuzuschreiben. In British Columbia distanzierte er den sechsfachen Olympiasieger Michael Phelps um 2,37 Sekunden.
"Wenn ich ein Rennen so schnell anschwimmen kann, dann bringe ich es immer nach Hause. Ich habe gemerkt, dass ich noch sehr große Reserven", meinte Peirsol. Seine Worte klingen beinahe wie eine Drohung - auch für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Dort ist Gold das erklärte Ziel Rogans, doch wie schon in Athen könnte sein ehemaliger Studienkollege und Freund vom US-College in Stanford dem großen Traum im Weg stehen.
"Peirsol steht eine Stufe über den anderen", meinte Rogans Trainer Robert Michlmayr. "Wenn er in Topform ist, dann ist er derzeit unschlagbar. Er ist ein herausragender Schwimmer der vergangenen Jahrzehnte und aus heutiger Sicht auch für 2008 der klare Favorit." Rogans Bestzeit auf seiner Paradestrecke steht seit der WM in Montreal bei 1:56,63 Minuten, bei der EM vor zwei Wochen in Budapest kam er auf Grund einer Krankheit nicht über 1:58,78 und Rang vier hinaus.
"Für mich ist das Ziel, beim nächsten Aufeinandertreffern (Ende März kommenden Jahres in Melbourne) eine optimale Leistung abzurufen und ihm damit so nahe wie möglich zu kommen", meinte der 24-jährige Wiener. So richtig nahe war Peirsol in den vergangenen Jahren niemand gekommen. "Der Weltrekord zeigt, dass er fähig ist, mit hoher Konstanz auf hohem Niveau zu schwimmen", erklärte Rogan - als Einziger.
Die restliche Konkurrenz klassierte sich mit deutlichem Abstand hinter dem Olympiasieger und Weltmeister. Auch der russische Europarekordler Arkadij Wjatschanin (1:55,44 im EM-Finale von Budapest) zeigte seine Leistungen noch nie in dieser Konstanz. "Das macht uns für Olympia zuversichtlich. Der Titel ist zwar das Ziel, aber eine Medaille sicherlich nicht schlecht", erklärte Michlmayr. (apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
