"Ich spiele, um alle anderen zu schlagen!": Tiger Woods vor US-Major hochmotiviert
- Superstar ist logischer Favorit für letztes Major 2006
Tiger Woods ist der logische Favorit beim letzten Major-Golfturnier des Jahres. Der 30-jährige US-Star, der seit seiner Rückkehr in den Circuit nach dem Tod seines Vaters die British Open gewonnen und zuletzt mit den Buick Open seinen 50. Sieg auf der PGA-Tour gefeiert hat, kann bei der mit 6 Mio. Dollar dotierten 88. US-PGA-Championship in Medinah bei Chicago das Dutzend an Major-Siegen voll machen.
"Wenn ich gut spiele, werde ich schwer zu schlagen sein", sagte der selbstbewusste Tiger auch im Wissen, dass der Kurs Nummer 3 in Medinah mit seinen 6.914 Metern der längste ist, auf dem jemals ein Major gespielt wurde. Pikant ist, dass Woods zusammen mit Masters-Sieger und Titelverteidiger Phil Mickelson (USA) sowie dem US-Open-Sieger Geoff Ogilvy aus Australien spielt, womit alle Major-Sieger des Jahres 2006 an den ersten beiden Tagen in einem Flight sind. Woods und Linkshänder Mickelson sind zudem bekanntlich nicht die besten Freunde.
"Ich spiele, um alle anderen zu schlagen!"
Für Woods, der Ende 1996 auf der Profitour debütiert hatte, geht nun praktisch das erste Jahrzehnt seiner Golfkarriere zu Ende. Kaum ein Spieler hat den Sport so geprägt, wie der Amerikaner. Auf die Frage, wodurch er seiner Meinung nach den Golfsport beeinflusst habe, sagte der Weltranglisten-Erste Woods: "Durch meine 50 Siege. Aber ich hoffe auch, dass ich mitgeholfen habe, Golf besser zu machen. Und dass ich viele Kinder animiert habe, Golf zu spielen." Was ihn selbst noch antreibe, liege auf der Hand. "Siege! Ich spiele, um alle anderen zu schlagen. Das macht Spaß."
Während in Europa diese Woche die Russian Open in Moskau (ohne Markus Brier) anstehen, schlägt bei der PGA-Championship in Illinois trotz der Absagen von Darren Clarke und Paul McGinley eine Rekord-Abteilung von 48 Europäern ab. Mit der Qualifikation für den Ryder Cup im Blickfeld, darf man vor allem auf das Abschneiden des Spaniers Sergio Garcia - 1999 hier Zweiter hinter Woods - sowie von Colin Montgomerie und Thomas Björn gespannt sein. Bei Europäern und Amerikanern sind für den 36. Ryder Cup ab 22. September im K-Club in Irland noch Plätze zu haben. (APA/red)
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