Mittwoch, 16. August 2006

'Es war eine sehr große Dummheit': Ex-Hürdenläufer Nylander hat nach EM gekokst

  • Prekär: Galt als Aushängeschild des sauberen Sports
  • Zuvor hatte schon Hochspringer Sjoberg gestanden

Im schwedischen Kokain-Skandal hat es ein Geständnis gegeben. Der frühere 400 Meter Hürdenläufer Sven Nylander hat in einem Interview mit dem Fernsehkanal TV4 die Einnahme von Kokain bei einer Party nach den Europameisterschaften in Göteborg zugegeben. Schon einen Tag vorher hatte der Hochsprung-Weltrekordler Patrik Sjoberg zugegeben, bei einer Party in Göteborg Kokain geschnupft zu haben.

"Mir wurde es angeboten, und ich habe es genommen. Es war eine sehr große Dummheit von mir", sagte Nylander im TV-Interview. Weiters gab er zu, Kokain auch bei anderen Partys geschnupft zu haben.

Der Silbermedaillengewinner bei den Europameisterschaften 1990 und 1994 hatte Tags zuvor die Kokaineinnahme noch bestritten. Dies dürfte berufliche Gründe gehabt haben. Nylander verdient sein Geld ausgerechnet bei der Stiftung "Sauberer Sport" - als Aushängeschild mit Vorträgen gegen Doping und Drogen in Schulen sowie Sportvereinen. Von diesem Amt wurde er mit sofortiger Wirkung suspendiert.
(APA/red)

16.8.2006 10:00