'Keinerlei Diskussion': Im Doping-Fall Gatlin droht 'Lebenslang' durch IAAF
- Verbandspräsident Diack von Gatlin 'bitter enttäuscht'
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Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) kennt im Dopingfall von 100-m-Olympiasieger und -Weltmeister Justin Gatlin nur ein Urteil: "Lebenslänglich!" Dies bestätigte IAAF-Generalsekretär Pierre Weiss am Rande einer Pressekonferenz im Vorfeld der Junioren-Weltmeisterschaften in Peking.
"Da gibt es keinerlei Diskussion", betonte der Franzose. "Die Regeln sind ganz klar festgelegt: Zwei Jahre Sperre beim ersten Dopingvergehen, danach gibt es nur noch lebenslänglich. Wenn also die US-Anti-Doping-Agentur offiziell bestätigt, dass Gatlin positiv auf Testosteron getestet wurde, dann führt kein Weg an einer lebenslangen Sperre vorbei."
Auch IAAF-Präsident Lamine Diack vertritt diese Ansicht. "Wir müssen diese Gelegenheit nützen, um keinen Zweifel an unserem Einsatz im Kampf gegen Doping aufkommen zu lassen. Schließlich steht die Glaubwürdigkeit unseres Sports auf dem Spiel", betonte der Senegalese, der von Gatlin "bitter enttäuscht" worden ist.
Der US-Sprinter hatte bereits 2001 als 19-Jähriger einen positiven Dopingtest abgeliefert. Damals war ihm der Gebrauch von Amphetaminen nachgewiesen worden. Gatlin berief gegen die zweijährige Sperre mit der Begründung, dass die verbotene Substanz in einem Mittel enthalten gewesen sei, das er schon seit seiner Kindheit wegen eines Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms (ADS) einnehme. Deshalb reduzierte die IAAF 2002 die Suspendierung auf ein Jahr, machte den US-Amerikaner jedoch gleichzeitig darauf aufmerksam, dass er bei einem neuerlichen Dopingvergehen lebenslang gesperrt werde.
Da der 24-jährige New Yorker nun selbst bereits zugegeben hat, dass er am 22. April nach einem Staffel-Rennen in Kansas City einen positiven Dopingtest (zu hoher Testosteronwert) abgeliefert hat, scheint sein vorzeitiges Karriere-Ende besiegelt. Die IAAF kann die lebenslängliche Sperre allerdings erst aussprechen, wenn ihr die Anti-Doping-Agentur der USA (USADA) Gatlin offiziell als Dopingsünder meldet.
(apa/red)
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