Gusenbauer freut sich über Wrabetz -Wahl: SP-Chef ortet "große Chance" für den ORF
- Sender jetzt "überparteilich & professionell" geführt
- Auch Grüne Glawischnig und FP-Strache gratulieren
·Wrabetz will im ORF fast alles neu machen
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·Diskussion: Wrabetz
neuer ORF-General!
Haben sich die Stiftungs- räte richtig entschieden?
Österreichs Oppositionsparteien haben sich erfreut über die Wahl von Alexander Wrabetz zum ORF-Generaldirektor gezeigt. SPÖ-Vorsitzender Gusenbauer hofft, dass der ORF in Zukunft "überparteilich und professionell" geführt wird. Die Grünen sprachen von einer schweren Niederlage für die "Allmachtsfantasien" der ÖVP. FPÖ-Chef Strache sieht eine Chance den ORF aus der "ÖVP-Umklammerung" zu lösen.
Gusenbauer verwies darauf, dass eine "sehr breite Mehrheit" von Stiftungsräten dem Bedürfnis "so kann es nicht weitergehen" Ausdruck verliehen habe. Die Wahl sei auch ein Zeichen dafür, dass ein moderner öffentlich-rechtlicher Rundfunk mit einem qualitativ hochwertigen Programm ganz wichtig sei.
Dass die SPÖ in der so genannten Regenbogen-Koalition gemeinsam mit der FPÖ und dem BZÖ gestimmt hat, wollte Gusenbauer nicht so stehen lassen. "Ich habe für niemanden gestimmt", sagte der SPÖ-Chef, der sich gegen eine "Parteipolitisierung in Nachhinein" wandte.
"Eine breite Mehrheit hat einen bestimmten Führungsstil abgewählt", so die Reaktion der stellvertretenden Bundessprecherin der Grünen, Glawischnig. Mit diesem "historischen" Wahlergebnis sei aber auch der Frauenfeindlichkeit der letzten ORF-Führung eine klare Absage erteilt worden.
FPÖ-Chef Strache zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Ich darf dem neuen ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz ganz herzlich gratulieren", sagte Strache.
(apa)
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