Tag der Wahrheit am Küniglberg: Heute
wird der neue ORF-Generaldirektor gekürt
- Entscheidung in außerordentlicher Stiftungsratssitzung
- Wrabetz & Lindner als Top-Anwärter auf ORF-Führung
·ORF-Kandidaten bei Hearing auf Prüfstand
Bewerber setzen auf
Reform & Unabhängigkeit
·Wrabetz will im ORF fast alles neu machen
Wahl des SP-nahen Generals Schlappe für VP
·Österreicher an ORF- Wahl nicht interessiert
41 Prozent egal, wie es mit Sender weiter geht
Im ORF-Zentrum auf dem Küniglberg fällt heute die Entscheidung über den künftigen Generaldirektor. Zunächst stellen sich die sechs Kandidaten einem Hearing, danach treten die 35 Stiftungsräte zur Wahl zusammen. Als Favoriten galten bis zuletzt der SPÖ-nahe Kaufmännische ORF-Direktor Alexander Wrabetz sowie die amtierende Generaldirektorin Lindner, die von der ÖVP unterstützt wird.
Beim Hearing, über dessen Reihenfolge das Los entscheidet, stehen jedem Kandidaten 40 Minuten für Fragen und Statements zur Verfügung. Bei der anschließenden Wahl "gewinnt" derjenige, der mehr als die Hälfte der öffentlich abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereint. Stimmen alle 35 Stiftungsräte gültig, braucht es also zumindest 18 Stimmen. Bei Stimmenthaltungen sinkt auch das erforderliche Quorum.
Spannend wird bis zuletzt bleiben, ob die für Wrabetz aktivierte Regenbogenkoalition von SPÖ, BZÖ, Grünen und FPÖ hält. Heftig umworben waren bis zuletzt die vier Stimmen der BZÖ-Stiftungsräte. 24 Stunden vor Beginn der Wahlsitzung war das BZÖ - trotz Drucks der ÖVP - dem Vernehmen nach noch auf Kurs in Richtung Regenbogen. Ob es der ÖVP in letzter Minute womöglich doch noch gelingt, den orangen Kurs auf Lindner umzuleiten, wird am Nachmittag feststehen. (apa)
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