"Sieht nicht aus, als ob er sich in die Luft sprengt": Video zeigt Terrorverdächtigen
- Großbritannien: In Supermarkt beim Einkauf gefilmt
- Streikdrohung: Jetzt droht totales U-Bahn-Chaos

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Einer der in Großbritannien verhafteten Terrorverdächtigen ist auf einem Video zu sehen, das die Überwachungskamera eines Supermarktes nur wenige Stunden vor der Anti-Terror-Razzia aufgezeichnet hat. Der Inhaber des Geschäfts in Birmingham, Mohammed Nazam, zeigte die Aufnahme einem Reporter der Nachrichtenagentur AP und sagte, bei dem Mann handle es sich um den 22-jährigen Tayib Rauf. Er sei an jenem Tag gekommen, um einen Scheck abzuholen. Damit sollte Ware bezahlt werden, die Nazam beim Unternehmen von Raufs Vater bestellt hatte. Inzwischen droht London auch noch das totale U-Bahn-Chaos: Die Gewerkschaften haben Streiks angekündigt.
"Sieht so ein Mensch aus, der einen Anschlag plant?" fragte Nazam, ein enger Freund der Familie Rauf. "Er sieht nicht aus, als ob er kurz davor steht, sich in die Luft zu sprengen." Raufs Bruder Rashid wurde in Pakistan verhaftet. Er gilt als Drahtzieher der vereitelten Anschläge. Nach Angaben der Behörden sollten bis zu zehn Passagiermaschinen auf dem Flug in die USA zum Absturz gebracht werden.
Insgesamt wurden in London, High Wycombe und Birmingham 24 Verdächtige festgenommen. Eine dieser Personen wurde am Freitag wieder freigelassen.
Airline will Flughafenbehörde klagen
British Airways (BA) prüft mögliche rechtliche Schritte gegen die britische Flughafenbehörde wegen der Störungen im Luftverkehr seit dem Terroralarm der vergangenen Woche. Es werde "ernsthaft" darüber nachgedacht, ob von der für die Verwaltung der Flughäfen zuständigen Behörde BAA eine Entschädigung für die Ausfälle von Flügen verlangt werden solle, sagte eine Sprecherin der britischen Fluglinie .
Seit Aufdeckung des mutmaßlichen Terrorkomplotts hat BA wegen der verschärften Sicherheitsvorkehrungen dutzende Flüge streichen müssen. In der Londoner Zeitung "Guardian" hieß es, der Verlust für die Fluglinie beziffere sich auf umgerechnet rund 74 Mio. Euro. Die Firmensprecherin wollte diese Zahl aber nicht bestätigen.
Jetzt droht U-Bahn-Chaos
Nach dem tagelang andauernden Chaos auf Londoner Flughäfen droht der britischen Metropole nun auch noch der Zusammenbruch von Teilen ihres U-Bahnsystems. Gewerkschaften drohten für die letzte Augustwoche massive Lohnstreiks an, die mehrere Linien des "Underground"-Netzes lahm legen könnten.
(apa/red)
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