Pfarrer läutet bei NPD-Demo Glocken: Jetzt ermittelt der Staatsanwalt gegen Geistlichen
- Deutschland: 20-minütiges Läuten stoppt Kundgebung
- Ordinariat der Diözese steht zu betroffenem Pfarrer
Ein katholischer Pfarrer in Miltenberg in Bayern ist wegen Glockengeläuts während einer NPD-Kundgebung ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Die Anklagebehörde ermittle gegen den Geistlichen wegen des Verdachts der Störung einer genehmigten Protestveranstaltung, teilte der Leitende Staatsanwalt Ernst Wich-Knoten am Freitag in Aschaffenburg mit.
Auslöser für die Ermittlungen sei eine Strafanzeige der NPD. Die rechtsextreme Partei werfe dem katholischen Geistlichen vor, bei der Kundgebung am 22. Juli auf dem Marktplatz für rund 20 Minuten die Glocken der Pfarrkirche geläutet zu haben. Die Kundgebung habe deshalb unterbrochen werden müssen.
Der Staatsanwalt betonte, seine Behörde sei nach dem Gesetz zu den Ermittlungen verpflichtet. Der betroffene Pfarrer war am Freitag nicht erreichbar. Das Ordinariat der Diözese Würzburg stellte sich hinter ihn. (apa/red)
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