Freitag, 18. August 2006

Bombenalarm in britischem Flugzeug: Jet mit Ziel Ägypten nach Brindisi umgeleitet!

  • Insassen evakuiert - Anti-Terror-Polizei im Einsatz
  • Kein Sprengstoff entdeckt - Italien gibt Entwarnung

Ein britisches Passagierflugzeug mit fast 300 Menschen an Bord ist am Freitag im süditalienischen Brindisi außerplanmäßig gelandet, nachdem ein Zettel mit einer Bombendrohung an Bord gefunden worden war. Bei den Kontrollen des Flugzeugs nach der Landung sei aber keine Bombe gefunden worden, berichtete das staatliche italienische Fernsehen; die Polizei gab Entwarnung.

Der Pilot der Maschine habe beim Überflug über die Apenninen-Halbinsel um eine Landung in Brindisi gebeten, weil er eine Bombe an Bord vermutet habe, meldete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Zumindest ein Abfangjäger der italienischen Luftwaffe war den Informationen zufolge zu dem Flugzeug vom Typ Boeing 767 aufgestiegen. Der Jagdjet vom Typ F-16 begleitete die Boeing demnach bis zur sicheren Landung. Unmittelbar danach verließen Passagiere und Besatzung die Maschine.

Das Flugzeug der britischen Chartergesellschaft Excel war den Angaben zufolge auf dem Flug von London-Gatwick in den ägyptischen Badeort Hurghada am Roten Meer unterwegs. Ein Passagier berichtete im britischen TV-Sender BBC, der Pilot habe mitten im Flug eine Durchsage gemacht, wonach möglicherweise eine Bombe an Bord sei. Die Passagiere seien entsetzt gewesen. Nach Angaben eines Sprechers der italienischen Behörden gab es aber keine Panik an Bord.

Die Notiz auf einem Brechsackerl war laut der italienischen Polizei in englischer Sprache abgefasst. Sie lautete übersetzt: "Es ist eine Bombe an Bord", wie Excel Airways mitteilte.

Anti-Terror-Einheiten der Polizei durchsuchten die Maschine. Diese werde ihre Reise fortsetzen, sobald die Überprüfung abgeschlossen sei, teilte die Fluggesellschaft mit. (apa/red)

18.8.2006 19:08