Raul Castro gibt erstes Interview seit Machtübergabe: 'Fidel erholt sich allmählich'
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Erstmals seit der Machtübergabe auf Kuba hat sich Fidel Castros Bruder Raul in der Öffentlichkeit geäußert. Dem erkrankten Präsidenten gehe es allmählich besser, sagte das amtierende Staatsoberhaupt in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Parteizeitung "Granma". Er sprach von der "außerordentlichen körperlichen und mentalen Natur" des Revolutionsführers.
Raul verteidigte, dass er sich erst rund zwei Wochen nach seiner Machtübernahme in der Öffentlichkeit gezeigt hatte. "Ich bin nicht gewöhnt, außer wenn es nötig ist, häufig öffentliche Auftritte zu machen", erklärte der 75-Jährige. "Ich bin immer diskret gewesen, das ist meine Art." Er schere sich nicht um diejenigen im Ausland, die "darüber spekulieren, wann ich im Fernsehen oder in den Zeitungen erscheine oder nicht." Seine lange Abwesenheit hatte Vermutungen über einen Machtkampf hinter den Kulissen des kommunistischen Karibikstaates ausgelöst.
Nach Fidels Erkrankung habe Kuba seine Sicherheitskräfte mobilisiert. Man habe nicht ausschließen können, dass innerhalb der US-Regierung "jemand ausrastet". Aus Parteikreisen war am Mittwoch verlautet, dass die zivilen Milizen inzwischen demobilisiert worden seien. Castro sprach nun von "absoluter Ruhe", die im Land herrsche.
Der mittlerweile 80 Jahre alte Fidel Castro hatte sich Ende Juli einer schweren Darmoperation unterziehen müssen. Deshalb gab der Staats- und Parteichef seine Ämter nach offiziellen Angaben "vorübergehend" an Verteidigungsminister Raul Castro ab. Dies löste Spekulationen über ein Ende von Fidels 47-jähriger Regierungszeit aus. Er ist der am längsten regierende Staatschef der Welt. (apa/red)
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