Mittwoch, 16. August 2006

Nach zwölftägigem Flammeninferno: Serie der Waldbrände in Galicien endlich gestoppt

  • Spanien: Regenfälle kamen Einsatzkräften zur Hilfe

Nach einem zwölftägigen Flammeninferno in Galicien hat die Serie der Waldbrände in der nordwestspanischen Region ein Ende genommen. Wie die Behörden mitteilten, wurden am Mittwoch keine größeren Brandherde mehr registriert. Nur in der Gegend von Lugo kämpfte die Feuerwehr noch gegen einen kleineren Waldbrand.

Den Löschmannschaften kamen einsetzende Regenfälle zu Hilfe, die sich im Laufe des Tages auf die ganze Region ausbreiten sollten. Nach Angaben des galicischen Ministerpräsidenten Emilio Perez Tourino vernichteten die Flammen in zwölf Tagen etwa 70.000 Hektar Wald- und Buschland. Das ist etwa doppelt so viel, wie normalerweise in der Region in einem ganzen Jahr verbrennt.

In Ländern der Europäischen Union haben die Waldbrände seit Anfang August deutlich zugenommen. Trotz der Feuer, vor allem in Spanien und Portugal, wird es in diesem Jahr jedoch insgesamt wahrscheinlich weniger Waldbrände geben als im vergangenen Jahr. Dies teilte die EU- Kommission am Mittwoch in Brüssel nach der Auswertung von Satellitenbildern mit.

In diesem Jahr wurden bis Ende Juli 64.500 Hektar Wald durch Brände vernichtet. Dann jedoch verbrannten in den ersten beiden Augustwochen in der spanischen Region Galicien rund 86.000 und in Portugal rund 36.000 Hektar Wald. Es sehe jedoch nicht so aus, als seien die Schäden insgesamt in diesem Jahr höher als im vergangenen. 2005 verbrannten 610.000 Hektar - das ist die doppelte Fläche Luxemburgs. "Die Vorhersagen für dieses Jahr deuten darauf hin, dass die Situation im allgemeinen nicht so kritisch ist wie 2005", heißt es in einer Mitteilung der Kommission. (apa)

16.8.2006 21:32