Nach Gesprächen mit Peking: Teheran
bekräftigt Bereitschaft zu Atomgesprächen
- Iran: Aufgabe der Uran-Anreicherung aber 'unlogisch'
·Iran widersetzt sich UN-Sicherheitsrat
Urananreicherung soll noch ausgeweitet werden
·Chronik des Streits um Atomprogramm
IAEO, EU und USA seit drei Jahren damit befasst
Der Iran hat seine grundsätzliche Bereitschaft zu Gesprächen über alle Aspekte seines Atomprogramms bekräftigt. Dabei werde dem Westen aber erläutert, warum die geforderte Aufgabe der Uran-Anreicherung "unlogisch" sei, sagte Außenminister Mottaki in Teheran.
Mottakis Äußerungen fielen einen Tag nach einem Treffen mit dem chinesischen Vizeaußenminister Qi Tiankai in Teheran, der auch mit dem iranischen Chefunterhändler Ali Larijani sprach. China ist eine Vetomacht im Weltsicherheitsrat und will drohende Sanktionen gegen den Iran vermeiden.
Der Westen hatte dem Iran im Juni ein Anreizpaket vorgelegt, mit dem er zum Stopp der besonders sensiblen Uran-Anreicherung gebracht werden soll. Der Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel der zivilen Atomnutzung nach Nuklearwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist dies zurück. Auf das Angebot will der Iran bis zum 22. August antworten. Bisher gibt es keine Signale für eine positive Antwort.
Da der Westen die vom Iran genannte Zeitspanne für zu lang erachtet wurde, wurde der Atomstreit an den UN-Sicherheitsrat zurückverwiesen. Nach einer daraufhin erlassenen Resolution wird der Iran aufgefordert, bis zum 31. August seine umstrittenen Atom- Arbeiten zu stoppen. Andernfalls drohen dem Land Sanktionen. Mottaki nannte die Resolution illegal und politisch motiviert.
Der iranische Präsident Ahmadinejad sagte laut Agenturangaben, er sei für Verhandlungen. "Wir akzeptieren aber nur faire Verhandlungen und wir akzeptieren nicht, unser Recht aufzugeben." (apa)
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