Proteste in Mexiko eskalieren: Polizei geht mit Schlagstöcken und Tränengas vor!
- Demonstrationen gegen letzte Parlamentswahlen
- Mehrere Parlamentarier bei Ausschreitungen verletzt
·Mexiko: Proteste nach Wahl ausgeweitet
Viele Straßenblockaden von Obrador-Anhängern
·Mexiko: Totale Neu- auszählung abgelehnt
Nur 11.839 Wahlurnen werden nochmals geprüft
Mit Tränengas und Schlagstöcken ist die Polizei in Mexico City gegen Demonstranten vorgegangen, die vor dem Parlament gegen den Ausgang der Präsidentenwahlen protestierten. Die Sicherheitskräfte lösten damit zum ersten Mal seit Beginn der Proteste nach den Wahlen von Anfang Juli eine Demonstration mit Gewalt auf.
Anhänger des bei den Wahlen Anfang Juli unterlegenen Linkskandidaten Lopez Obrador hatten mit Steinwürfen auf den Polizeieinsatz reagiert. Bei den Auseinandersetzungen vor dem Kongress wurden auch mehrere Parlamentarier der Partei von Lopez Obrador leicht verletzt, die sich den Protesten angeschlossen hatten.
Die Anhänger von Lopez Obrador wollen mit ihren seit Tagen anhaltenden Protesten Forderungen nach einer kompletten Neuauszählung aller Wahlzettel Nachdruck verleihen. Bei den Wahlen vom 2. Juli war Lopez Obrador dem konservativen Kandidaten Felipe Calderon offiziellen Ergebnissen zufolge knapp unterlegen. Lopez Obrador meint, das Wahlergebnis wurde manipuliert.
Eine Wahlkommission hatte entschieden, lediglich einen Teil der abgegebenen Stimmen neu auszählen zu lassen. Lopez Obrador erklärte jüngst, die teilweise Neuauszählung zeige, dass mehr als 100.000 Stimmen falsch gezählt worden seien. Die Wahlkommission habe keine andere Chance als das Ergebnis zu annullieren und ihn zum Wahlsieger zu erklären. (apa/red)
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