Schwere Explosion in Istanbuls historischer
Altstadt: Mindestens drei Menschen verletzt
- Zahlreiche Touristen bei Sehenswürdigkeiten
- Rohrbombe als Ursache für Explosion vermutet
Bei einer Bombenexplosion in der historischen Altstadt von Istanbul sind am Montag drei Menschen verletzt worden. Der Sprengsatz explodierte unter einer Parkbank auf dem Sultanahmet-Platz, auf der zwei Frauen und ein achtjähriges Mädchen saßen, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi berichtete. An dem Platz befinden sich die Blaue Moschee und die Hagia Sophia, die jedes Jahr von zahlreichen Touristen besucht werden.
Als Ursache der Explosion werde eine Rohrbombe vermutet, die mit lautem Knall detoniert sei, berichtete der türkische Nachrichtensender NTV. Hinweise auf die Bombenleger gab es zunächst nicht.
Kurdische Extremisten haben in den vergangenen Monaten mehrfach mit Anschlägen gegen touristische Ziele gedroht. Erst am Wochenende hatte die türkische Polizei im Mittelmeer-Urlaubsort Alanya drei mutmaßliche Bombenleger festgenommen und 1,5 Kilogramm Sprengstoff sichergestellt.
An diesem Dienstag jährt sich zum 22. Mal der Beginn des Guerilla-Krieges der Kurdischen Arbeiterpartei PKK, dem bis zur Festnahme von PKK-Führer Abdullah Öcalan im Jahr 1999 mehr als 30.000 Menschen zum Opfer gefallen waren. Eine damals verkündete Waffenruhe hatte die PKK vor zwei Jahren für beendet erklärt. Seitdem kommt es wieder häufiger zu Anschlägen und Gefechten mit der Armee.
(apa/red)
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