Samstag, 19. August 2006

Ex-ÖVP-Chef Erhard Busek tadelt Parteien:
"Als 18-Jähriger wäre ich wohl Nichtwähler"

  • ORF: Niederlage zeigt "Verwundbarkeit der Partei"

Wäre der frühere ÖVP-Chef Erhard Busek noch einmal 18 Jahre, würde er bei den Nationalratswahlen im Oktober diesmal womöglich nicht wählen. "Als 18-Jähriger mit dem Denken eines 18-Jährigen würde ich wohl nicht zur Wahl gehen", sagte er auf die Frage, ob er, wenn er heute 18 wäre, ÖVP wählen würde.

Allerdings tat dies der 65-Jährige umgehend nur als Gedankenspiel ab. "Wäre ich ein 18-Jähriger mit dem Denken eines 65-Jährigen, würde ich ÖVP wählen. Trotzdem. Weil ich bei aller Kritik zurzeit keine Alternative zum Bundeskanzler sehe", so Busek in der "Tiroler Tageszeitung".

Eine klare Meinung äußerte er zur Abwahl von ORF-Generalintendantin Monika Lindner entgegen den Willen seiner Partei. Auch wenn ihn die Entscheidung für Alexander Wrabetz nicht überraschte, sagte er im "Kurier": "Das hat die Verwundbarkeit der Volkspartei aufgezeigt und wird den Wahlkampf nicht leichter machen."
(apa/red)

19.8.2006 13:49