"Ich bin halt kein Langeweiler": FPÖ-Chef Strache verteidigt Heil-Gruß in seiner Partei
- "Man muss mit unsinnigen Unterstellungen aufhören"
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FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat Äußerungen in seiner Partei, die als rechtsradikal eingestuft werden, verteidigt. In einem Interview wollte er keine Kritik daran üben, dass die Kärntner Jugendorganisation der FPÖ mit dem von der Waffen-SS abgeleiteten Wahlspruch wirbt und ein Delegierter am Parteitag mit "Heil" gegrüßt hat. Auf die Frage, ob es ihn störe, als rechter Rabauke dargestellt zu werden, sagte Strache: "Ich bin jemand, der den Mut hat, Probleme anzusprechen, während alle anderen die Probleme zudecken und schönfärben. Fade haben wir genug in der Politik. Ich bin halt kein Langeweiler."
Dass die Kärntner Jugendorganisation mit dem Leitspruch "Unsere Ehre ist die Treue zur Heimat" wirbt, kommentiert Strache im "Standard" folgendermaßen: "Das sind ja alles Wortklaubereien. Die jüdischen Frontkämpfer haben den Spruch gehabt 'Unsere Treue ist die Ehre'." Wenn man das System ablehne, heiße das nicht, Begrifflichkeiten abzulehnen. "Ehre ist nichts Negatives."
Zum Einwand, dass man damit den Leitspruch der Waffen-SS "Unsere Ehre heißt Treue" abgeleitet habe und damit bewusst am Nazi-Regime anstreife, stellt Strache fest: "Das wird heute von politischen Mitbewerbern oder von manchmal nicht ganz objektiven Medien so dargestellt. Man kann nicht alles untersagen, was in einem System an Wörtern verwendet und missbraucht wurde. Damals hat man wahrscheinlich auch 'Grüß Gott' gesagt. Und damals ist auch die Kirchensteuer eingeführt worden und vieles mehr. Ich würde jetzt nicht hergehen und sagen, weil damals die Kirchensteuer eingeführt worden ist, ist sie heute aufzuheben. Man muss mit unsinnigen Unterstellungen irgendwann einmal aufhören."
Dass ein Delegierter am Parteitag mit "Heil" gegrüßt hat, ist für Strache "genauso in Ordnung, wie wenn ÖVP-Minister bei CV-Verbindungen mit 'Heil Dir' grüßen. Das ist dort in den Vereinen üblich. Der Herr Konrad (Raiffeisen-Chef Christian, Anm.) oder der Landeshauptmann (Erwin) Pröll grüßen auch mit 'Waidmanns Heil'."
(apa/red)
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