"Man muss die Lehren aus den letzten sechs
Jahren ziehen": Busek warnt ÖVP vor FPÖ
- Verbindung mit Grünen oder Minderheitsregierung
- Forderung nach Generationenwechsel bekräftigt
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Der frühere ÖVP-Chef und Ex-Vizekanzler Busek hat seine Partei eindringlich vor einer Koalition mit der FPÖ unter Parteichef Strache gewarnt. "Ich glaube, man muss doch die Lehren der letzten sechs Jahre ziehen", sagte Busek am Rande des Europäischen Forum Alpbach der APA. Sowohl Strache als auch Hans-Peter Martin hat der Präsident des Forums explizit nicht ins Tiroler Bergdorf eingeladen.
Seine Empfehlung lautet, "mit den Grünen verhandeln, und versuchen, in den Grünen einen Diskussionsprozess zu erzeugen, damit über die richtigen Probleme geredet wird". Dennoch glaubt Busek, dass es für die ÖVP insgesamt schwierig werden wird, einen Koalitionspartner zu finden. Für die Grünen könne regieren letztlich "das selbe Problem bedeuten, wie es das für die FPÖ war".
Eine große Koalition aus ÖVP und SPÖ wiederum wäre "genauso schlecht und entscheidungsschwach" wie sie unter dem früheren SPÖ- Bundeskanzler Klima gewesen sei, bekräftigte Busek Aussagen von vorigem Jahr. Unter gewissen Umständen hält er deshalb auch eine Minderheitsregierung für denkbar. Ob dies aber tatsächlich in Frage komme, werde nicht nur von dem Wahlergebnis, sondern auch von der Personenkonstellation nach den Wahlen und der "Substanz für die nächsten Jahre" abhängen.
Bekräftigt hat Busek auch seine Forderung nach einem Generationenwechsel in den österreichischen Parteien. "Das ist nach wie vor richtig", sagte er. Gleichzeitige betonte Busek aber seine Unterstützung für seinen seinerzeitigen Nachfolger als ÖVP- Parteivorsitzenden, Wolfgang Schüssel. Er sehe derzeit keine Alternative zu Schüssel.(apa/red)
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