Montag, 14. August 2006

"Nicht vorteilhaft" Gusenbauers Mutter mag
keine "Meuchelfotos" von ihrem Sohn

  • SP-Chef wollte schon im Sandkasten Kanzler sein
  • Nehmen Ausdruk "Gruselbauer" nicht so ernst

Jetzt schickt die SPÖ auch Mama Gusenbauer als Unterstützung in den Kampf um die Kanzlerschaft. In einem Interview für eine österreichische Tageszeitung wirbt die bald 70-jährige Gertrud Gusenbauer für ihren Sohn Alfred, der nicht nur "herrlich zartes Lammfleisch" grillen kann und schon im Sandkasten "Bundeskanzler" werden wollte sondern den Wahlsieg vor allem deshalb verdient habe, weil kein anderer in jeden Bezirk gefahren sei, um die Menschen zu überzeugen.

Besonders ärgerlich für Mutter Gusenbauer sind "Meuchelfotos", die von ihrem Sohne gemacht werden: "Einem Fotografen habe ich einmal gesagt, er soll den Fred nicht immer so aufnehmen, dass man noch den letzten Stockzahn sieht. Jeder hat Dinge an sich, die weniger vorteilhaft sind." Nicht gekränkt ist Gertrud Gusenbauer, wenn wieder einmal der wenig schmeichelhafte Spitzname "Gruselbauer" verwendet wird: "Wir nehmen das nicht so ernst."

"Noch nicht aufgegeben" hat Frau Gusenbauer die Hoffnung, dass Alfred seine langjährige Lebensgefährtin Eva Steiner ehelicht: "Ich mische mich gar nicht mehr ein. Das wird schon noch kommen. Er wird schon noch heiraten. Am ehesten vielleicht, wenn alle eine Ruhe geben."

Gertrud Gusenbauer war einmal schon ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten, nämlich als ihr Sohn im Jahr 2004 ihren Pensionsbescheid in der Öffentlichkeit präsentiert hatte, der belegte, dass von der vermeintlichen Erhöhung letztlich ein Netto-Verlust übrig geblieben sei. (apa/red)

14.8.2006 18:53