Mit links zum Österreicher: Im Internet sind
alle Antworten für Staatsbürgerschaftstest
- Kritiker im NEWS: Über Wissenstest keine Integration
- Plus: Wir haben den Test - Würden Sie ihn bestehen?
·NEWS: Steffl, rotes Wien und Schönbrunn
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·Der Österreich-Test:
Wie gut ist Ihr Wissen?
KLICKEN: 50 Fragen aus zehn Kategorien warten!
Er sorgt seit Wochen für hitzige Politdiskussionen zwischen Wien und Bregenz: der von Innenministerin Liese Prokop initiierte Fragenkatalog zur Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft. Der Hintergrund: Ab Herbst müssen sich all jene, die "echte" Österreicher werden wollen, einem umfassenden Austro-Check unterziehen. Mit insgesamt 18 Fragen wird dabei das Wissen rund ums Alpenland getestet - wer neun Fragen richtig beantwortet, erhält den rotweißroten Pass. Der Vorwurf vieler Kritiker: Über einen Wissenstest ist die Integrierbarkeit von Menschen nicht unbedingt feststellbar.
Mitten im Streit um die Sinnhaftigkeit der Staatsbürgerschaftsfragen hat NEWS nun ein weiteres, fragwürdiges Detail des Tests aufgedeckt: Denn sowohl sämtliche Fragen als auch deren richtige Antworten werden von allen neun Bundesländern ins Internet gestellt oder den Prüflingen lange vor Testbeginn in Form eines Skriptums überreicht. Über die Homepage der Stadt Wien etwa gelangt man nach kurzem Suchen zum PDF-Dokument "Fragenkatalog gemäß Prüfungsstoffabgrenzungsverordnung - Landesgeschichte Wiens". Der Inhalt der neunseitigen Informationsbroschüre: 50 Fragen mit jeweils drei möglichen Antworten. Einfachheitshalber werden die passenden Antworten in einem weiteren Dokument mitgeliefert. Eine Vorgehensweise, die nicht nur bei Experten die Frage nach der Sinnhaftigkeit aufkommen lässt.
Kritik am Test
Aber auch die Inhalte der Tests haben mittlerweile zahlreiche Kritiker auf den Plan gerufen. Denn: Zusätzlich zu den 12 allgemeinen Österreich-Fragen, die jedem Bewerber gestellt werden, hat jedes Bundesland - ergänzend zum allgemeinen Wissensteil - sechs eigene Fragen erarbeitet. "Man bekommt bei der Ansicht dieser Fragen das Gefühl", so Mario Rieder vom Netzwerk Sprachenrechte, "dass Hobbyhistoriker am Werk waren - und nicht Prüfungsexperten." Rieder betont, dass es in der Qualität der Fragen ein starkes Gefälle gibt. "Während Wien praxisnahe Fragen nach Kinderbetreuung oder politischer Mitbeteiligung stellt, will man in Tirol und Kärnten historische Fakten wissen - etwa über einen Bauernaufstand im 12. Jahrhundert. Das sind Inhalte, die keinerlei Relevanz für das Alltagsleben haben. Mit Sicherheit wird mit solch absurden Detailfragen nicht getestet, ob jemand ein guter Österreicher ist."
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