Trotz Terroralarm in Großbritannien: Recht auf kostenfreies Storno bei Flügen fraglich
- ÖAMTC warnt: "Keinesfalls voreilig stornieren"
"Urlauber, die nicht unmittelbar vor einem Reiseantritt nach Großbritannien stehen, sollen unbedingt noch die weiteren Entwicklungen abwarten und keinesfalls voreilig stornieren", warnte ÖAMTC-Juristin Gabriele Pfeiffer. Eine Terrorwarnung alleine sei noch kein Grund für ein kostenfreies Storno. Der Oberste Gerichtshof hätte zwar mehrfach entschieden, dass das Recht auf ein kostenfreies Storno nicht unbedingt von einer formellen Reisewarnung des Außenministeriums abhängt, im aktuellen Fall sei dennoch Vorsicht geboten. In Großbritannien war am Donnerstag nach der Vereitelung von Anschlägen auf Flugzeuge die höchste Terroralarmstufe ausgelöst worden.
"Wer jetzt überstürzt seine Reise nach Großbritannien storniert, tut dies auf eigenes Risiko. Derzeit ist die Lage in Großbritannien schwer abzuschätzen, ein kostenfreies Storno erscheint aus derzeitiger Sicht sehr fraglich", sagt die Juristin. Reisende, die keinesfalls die geplante Reise antreten wollen, sollten bei Schwierigkeiten mit Konsumentenschützer-Organisationen Kontakt aufnehmen.
"Im Streitfall versucht der Club, eine Einigung mit dem Veranstalter zu erreichen", so Pfeiffer. Steht der Abflug unmittelbar bevor, sollte unbedingt sofort bei der Fluglinie oder beim Reiseveranstalter nachgefragt werden. Flugreisende von und nach Großbritannien müssen in nächster Zeit durch intensive Sicherheitskontrollen erhebliche Störungen und längere Wartezeiten in Kauf nehmen, warnte der ÖAMTC.
(apa/red)
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