In Italien boomt jetzt der Urlaub "a casa":
Römer genießen ihre Ferien am Stadtstrand
- Durch die schwache Konjunktur wird der Gürtel enger
- Es wird weniger ausgegeben und kürzer verreist
Immer mehr Italiener verzichten, im traditionellen Urlaubsmonat August, auf einen Sommerurlaub und verbringen ihre Ferien zu Hause. Italienische Zeitungen errechneten mit Hilfe von Müllmengen und Gasverbrauch, dass 2006 mindestens 80.000 Römer mehr als im Vorjahr Ferien "a casa" machen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren wird der Urlaub auch nicht ausschließlich im August sondern auch schon in der Vor- bzw. nachseison konsumiert.
Soziologen und Meinungsforscher führen die allmähliche Abkehr von Gewohnheiten vor allem auf wirtschaftliche Zwänge zurück. Auch Italien muss wegen der schwachen Konjunktur den Gürtel enger schnallen. "Es wird weniger ausgegeben, die Reisen werden kürzer", sagt ein Sprecher des Meinungsforschungs-Institutes Censis.
Der Tiber wird zum Pool
Kein Wunder, dass die Römer immer mehr den Stadtstrand ausnutzen. Im Herzen der Ewigen Stadt, rund um die Brücke "Ponte Umberto I." hinter der berühmten Piazza Navona, können sich die Römer am Tiberufer aalen. Der Strand aus Fluss-Sand ist 180 Meter lang und sechs Meter breit und mit Liegen und Sonnenschirmen ausgestattet werden. Außerdem wurden für die heißen Sommermonate zwei Schwimmbecken, Restaurants, Bars, Billard-Tische, Minigolf und eine Boccia-Bahn installiert.
(APA/red)
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