Mittwoch, 16. August 2006

Curry und Zwiebeln gegen Darmkrebs: Inhaltsstoffe reduzieren Erkrankungs-Risiko

  • Zahl der Darmpolypen um rund 60 Prozent reduziert
  • Nützliche Inhaltsstoffe in Tablettenform verabreicht

Inhaltsstoffe von Curry und Zwiebeln können zur Vorbeugung von Darmkrebs beitragen. Laut einer amerikanischen Untersuchung verringert eine aus zwei Stoffen bestehende Pille sowohl die Zahl als auch die Größe von Darmpolypen beträchtlich. Demnach senkt die tägliche Einnahme von Kurkumin und Quercetin über einen Zeitraum von sechs Monaten die Zahl der Polypen um 60 Prozent und die durchschnittliche Größe um etwa 50 Prozent.

Bereits zuvor hatten Labor- und Tierversuche sowie Bevölkerungsstudien darauf hingedeutet, dass vor allem der Curry-Bestandteil Kurkumin zur Vorbeugung und Behandlung von Darmkrebs dienen kann. Gastroenterologen der Johns Hopkins Universität testeten die beiden Stoffe nun an Patienten, die an familiärer adenomatöser Polyposis (FAP) litten und denen der Dickdarm entnommen worden war. Bei der Erbkrankheit FAP entstehen im Darm Hunderte Polypen.

Die Testpersonen nahmen drei Mal täglich eine Tablette ein, die 480 Milligramm Kurkumin und 20 Milligramm Quercetin enthielt. Studienleiter Francis Giardiello, der Kurkumin für den hauptsächlich aktiven Wirkstoff hält, betonte in der Fachzeitschrift "Clinical Gastroenterology and Hepatology" jedoch, dass diese Kurkumin-Menge kaum durch normalen Verzehr von Curry aufgenommen werden kann. Kurkumin mache lediglich drei bis fünf Prozent des Gewichts der auch als Gelbwurz bekannten Kurkumawurzel aus. Das Resultat der Studie soll nun in einer größeren Untersuchung überprüft werden. (APA/red)

16.8.2006 10:27