Sonntag, 13. August 2006

"profil" berichtet: Gläubigerbanken planen Rettungsaktion für Austrian Airlines

  • Staatshaftung als eine der zentralen Forderungen
  • Umsetzung noch vor Jahresende wahrscheinlich

Wie das "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, arbeiten die Gläubigerbanken von Austrian Airlines an Rettungsplänen für die hoch verschuldete Fluglinie. Bank Austria Creditanstalt und Raiffeisen spielen mittlerweile hinter verschlossenen Türen Grund legend neue Szenarien durch, die, so ein involvierter Banker gegenüber "profil", "in Österreich vor kurzem noch als Sakrileg gegolten hätten".

Die wirtschaftliche Performance hat sich zwar zuletzt spürbar verbessert. Doch noch vor Jahresende werden kurzfristige Verbindlichkeiten in der Höhe von über 400 Millionen Euro fällig, welche die AUA möglicherweise nicht aus eigener Kraft aufbringen kann. Der Weg zu einer Kapitalerhöhung ist derzeit versperrt, da der aktuelle Aktienkurs unter dem Nennwert des Papiers liegt. Um diese Problematik zu lösen, spielen die involvierten Banker mehrere Szenarien durch, die von einer vorherigen Kapitalherabsetzung über die Gewährung neuer Kredite gegen eine Staatshaftung bis hin zu einer Emission junger Aktien zu einem höheren Wert als der aktuelle Kurs reichen, die vorübergehend von Investoren gezeichnet und später von den Kernaktionären zurückgekauft werden. "Der Charme einer solchen Konstruktion ist", behauptet ein Investmentbanker, "dass man damit die Probleme hinter verschlossenen Türen lösen kann und am Markt eine weiße Weste behält."

Bis zur Nationalratswahl werden die Banken voraussichtlich aus Rücksicht auf die Politik stillhalten. Anschließend könnte es rasch an die Umsetzung gehen.

Die ganze Story lesen Sie im aktuellen "profil"!

13.8.2006 10:47