Illegale Pfleger nur ermahnen: Bartenstein gegen Strafverfolgung von Arbeitskräften
- Angebot an illegal Beschäftigte zur Legalisierung
- ÖVP-Initiative präsentiert: "Es gibt keinen Notstand"
·Rund 43.000 legale Pfleger in Österreich
Illegal wahrscheinlich fast
genauso viele beschäftigt
·2/3 für Legalisierung
illegaler Pflegekräfte
FORMAT: Nur 29 Prozent gegen Arbeitsbewilligung!
·Caritas-Präsident fordert Pflegefonds
Küberl: Pflegenotstand wäre damit abschaffbar
·Illegale Pflege in Ö: Vorerst keine Strafe
Ohne Schwarzarbeit geht
es laut Bartenstein nicht
·SPÖ-Chef: Recht auf
Pflege sei 'Grundrecht'
Gusenbauer fordert jetzt Fonds mit 200 Mio. Euro
·Pflege: ÖVP setzt Arbeitsgruppe ein!
Klasnic koordiniert im Auftrag von Schüssel
·Pflege: Laut Schüssel
"sicher kein Notstand"
Lohndumping: Bartenstein weist den Vorwurf zurück
·Österreich nicht für Pflegefälle gerüstet
Debatte um Bartenstein- Vorschlag entbrannt
·Pflegeberufe: Grüne gegen Lohndumping
Öllinger: Staat verzichtet auf Steuern und Abgaben
Wirtschaftsminister Martin Bartenstein sprach sich erneut gegen die Verfolgung illegal beschäftigter Pfleger aus. Finanzminister Grasser, in dessen Ressort die Umsetzung des Ausländerbeschäftigungsgesetzes liegt, habe bereits klargestellt, dass der Schwerpunkt der Ermittlungen im Moment bei Unternehmen liege und nicht bei Privathäusern. "Das Hausrecht wird nicht angetastet", so Bartenstein. Anonym eingegangene Anzeigen werde in dem Zusammenhang nicht nachgegangen.
An die Bundesländer und die Bezirkshauptmannschaften richtete Bartenstein den Appell, vom Milderungsrecht Gebrauch zu machen und bei Anzeigen bis auf weiteres lediglich Ermahnungen auszusprechen. Am Ende des Moratoriums werde ein Angebot für die illegal Beschäftigten stehen, sich zu legalisieren. Auf einen genauen Zeitpunkt dafür wollte er sich nicht festlegen, nannte aber "das Ende des heurigen Jahres" als ungefähren Richtwert.
Die ÖVP bleibt unterdessen dabei: "Es gibt keinen Pflegenotstand in Österreich." Als mögliche Lösung zur Legalisierung der illegalen Pflegekräfte in Österreich kündigte Bartenstein eine "pflegegerechte Angleichung des Hausangestelltengesetzes" an. Dieses sei noch nicht für die Pflege maßgeschneidert.
Es zu verändern hält Bartenstein für eine gute Möglichkeit, der Problematik der illegalen Pfleger in Österreich zu begegnen. Ebenfalls vorstellbar ist für den ÖVP-Politiker sowohl ein adaptiertes Au-Pair-Modell, als auch ein Saisonnier-Modell. "Die Möglichkeiten, die es hier gibt, werden wir uns jedenfalls genau ansehen."
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Wahl in Ägypten13:31
Heftige ProtesteDemonstranten am Tahir-Platz. Feuerangriff auf Wahlkampfzentrale von Shafik.
Platter trifft David Alaba14:02
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"

