Schwere Schäden & schlechte Wartung:
US- Ölfeld muss länger geschlossen bleiben
- 26 Kilometer Pipeline müssen ausgetauscht werden
·Bei Iran-Krise Ölpreis
bis 250 Dollar möglich
Straße von Hormus: Bei Blockade fehlen 20% Öl
Das größte Ölfeld der USA in Alaska bleibt nach der Entdeckung einer verrosteten Pipeline möglicherweise Wochen oder Monate geschlossen. Betreiber BP teilte mit, dass 26 Kilometer Rohre ausgewechselt werden müssten, nachdem zahlreiche Stellen mit nur noch extrem dünnen Wänden entdeckt worden waren.
BP hatte die Schließung des Feldes in der Prudhoe Bay mit einer Förderung von 400.000 Barrel am Tag bekannt gegeben, nachdem der Schaden festgestellt worden war. An manchen Stellen der Leitung betrug die Wandstärke nur noch rund 20 Prozent. Die Korrosion war erst auf Druck der Überwachungsbehörden entdeckt worden. Nach BP-Angaben war für die Leitungen eine Lebensdauer von 25 Jahren vorgesehen, inzwischen seien es schon 29 Jahre geworden. Die Reparatur wird laut BP Wochen oder Monate dauern, möglicherweise wird aber schon vorher wieder Öl fließen.
Größtes Ölfeld der USA
Das Feld in Prudhoe Bay im Norden Alaskas ist das größte Ölfeld der USA, acht Prozent der US-Ölproduktion am Tag fallen nach der Schließung aus. Das Feld wurde 1968 entdeckt, seit 1977 läuft die Produktion. Dass Öl muss über eine Pipeline 1.300 Kilometer durch Alaska nach Süden gepumpt werden, ehe Tanker es übernehmen können. BP hält 26 Prozent der Anteile am Feld, je 36 Prozent halten ExxonMobile und ConocoPhillips, aber BP führt die Arbeiten vor Ort.
Aus der North Slope genannten Gegend in Nord-Alaska kommen insgesamt 800.000 Barrel pro Tag, Prudhoe Bay förderte 400.000 davon. Vor allem der US-Staat Kalifornien ist von dem Produktionsausfall betroffen, 20 Prozent des kalifornischen Ölverbrauchs stammen aus Alaska. Der Benzinpreis an den US-Tankstellen liegt fast wieder auf dem Rekordniveau von September 2005.
Nur Saudi-Arabien hat derzeit Kapazitäten frei
Das Alaska-Öl ist wie das Nordsee-Öl so genanntes Leichtöl, also von hervorragender Qualität und leicht zu verarbeiten. Nach Angaben eines OPEC-Vertreters kann das Kartell der Erdöl exportierenden Ländern diese Top-Qualität nicht ersetzen. Nach Branchenangaben könnte nur noch Saudi-Arabien seine Produktion erhöhen, die übrigen Länder fördern am Limit. Saudi-Arabien aber fördert vor allem das unbeliebte Schweröl, das nicht in allen Raffinerien verarbeitet werden kann.
Der Ausfall von Prudhoe Bay kommt zu mehreren anderen Faktoren hinzu, die zur Zeit den Ölpreis hoch halten: Die Lage im Libanon und im Mittleren Osten, Unruhen in Nigeria und der Beginn der Sturmsaison im Golf von Mexiko. (apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Wahl in Ägypten13:31
Heftige ProtesteDemonstranten am Tahir-Platz. Feuerangriff auf Wahlkampfzentrale von Shafik.
Platter trifft David Alaba14:02
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"

