Countdown für Euro 2008: Prokop fordert
"Fixleiberl" für Teamspieler in Bundesliga
- "Blitzartiges sportliches Handeln" sei notwendig
- Prokop: "Wir brauchen einen nationalen Kraftakt"
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2007 Geschichte. 2008 wartet u.a. Deutschland
Innenministerin Liese Prokop fordert vom Österreichischen Fußballbund (ÖFB) und der Bundesliga einen Schulterschluss in Sachen Teamspieler, die bei ihren Vereinen "Fixleiberl" haben und uneingeschränkt von Beginn weg spielen müssten. Ansonsten sehe sie, was die sportlichen Belange bei der Europameisterschaft 2008 im eigenen Land betrifft, schwarz, so die frühere Weltklasse-Leichtathletin.
"Wir brauchen einen nationalen Kraftakt", wird Prokop in der aktuellen Ausgabe der Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) zitiert. Die Ministerin steht dem Sport als Präsidentin der Sportunion und als Vizepräsidentin des ÖOC nach wie vor nahe. Ihrer Ansicht nach sollten die Spieler eines von Teamchef Josef Hickersberger nominierten 35-Mann-Kaders ohne Ausnahme in der Meisterschaft zum Einsatz kommen. Die Legionäre abgezählt, wären das im Schnitt drei pro Verein.
Vor allem die stärkeren Klubs seien in diesem Fall gefordert, kritisiert Prokop die Anfangsformationen von Spitzenteams mit wenigen oder ganz ohne heimische Akteure. "Bevor Teamspieler auf der Ersatzbank einrosten, müssen sie zu einem anderen Verein wechseln." Andreas Ivanschitz, Kapitän der ÖFB-Auswahl, hat diesen Schritt mit dem Transfer von Red Bull Salzburg zu Panathinaikos Athen am Wochenende getan.
Prokop verwies in den NÖN auch darauf, dass der Wert der Spieler hauptsächlich über den Weg eines erfolgreichen Nationalteams gesteigert werden könne. Hans Krankl, Herbert Prohaska & Co. hätten das bei der Weltmeisterschaft 1978 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Vereine würden davon ebenfalls profitieren.
Prokop fordert demnach ein "blitzartiges sportliches Handeln". Diesbezüglich habe es auch schon Kontakt mit ÖFB-Präsident Friedrich Stickler gegeben, der von einer "guten Idee" gesprochen habe.
(apa/red)










