ÖLV-Erfolge bleiben aus: Auch am Dienstag keine Finaleinzüge von Österreichern
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- 100 m-Läuferin Müller-Weissina ohne Chance
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Auch wenn es mit dem Finaleinzug knapp nicht geklappt hat, Veronika Watzek durfte sich am Dienstag bei den Leichtathletik-Europameisterschaften mit Recht über eine tolle Leistung freuen. Die 20-jährige Diskuswerferin stellte mit 57,20 Metern neue persönliche Bestleistung und österreichischen U23-Rekord auf, als 13. verpasste sie die Finalteilnahme nur um einen Platz. Als 22. unter 26 Teilnehmerinnen scheiterte Sprinterin Bettina Müller-Weissina mit 11,61 Sekunden im Vorlauf hingegen deutlich.
Die aufgeweckte Watzek ging nervenstark in ihren ersten großen Wettbewerb in der allgemeinen Klasse und ließ sich von 53,55 m im ersten Versuch nicht aus der Ruhe bringen. Im zweiten schleuderte sie im mit 32.000 Zuschauern bereits am Vormittag ausverkauften Ullevi-Stadion in der schwedischen Hafenstadt den Diskus auf die neue rot-weiß-rote Nachwuchs-Bestmarke und war dabei 82 Zentimeter weiter als am 25. Mai dieses Jahres in St. Pölten, wo sie die zuvor stärkste Karriereleistung gezeigt hatte. Der dritte Versuch war dann ungültig. "Da hab ich total gezittert und bin nur angetreten, weil es Pflicht ist", erklärte sie.
Denn ein bisschen Zeit brauchte die diplomierte Gesundheits- und Fitnesstrainerin schon, um zu realisieren, was sie geleistet hatte: "Das waren wohl fünf Minuten, ich habe zuerst gedacht, sie haben sich auf der Anzeigentafel verschrieben, denn der Versuch hat vom Abwurf her eigentlich nicht gepasst", erzählte die in Kärnten lebende Wienerin, die zwar meinte, es sei "schade, nicht im Finale mit dabei zu sein, aber momentan egal." Denn sie wusste auch, dass eine neuerliche Bestmarke nicht mehr drin war. "Ich hätte mich nochmals um über einen Metern steigern müssen." Tatsächlich lagen zwischen ihrem Ranking und Platz 12 noch 1,52 m.
Bestleistungen von österreichischen Athleten bei internationalen Großereignissen sind selten, und auch "Nicky" Watzek war bei bei den diversen Nachwuchs-Meisterschaften bisher nie mit Topleistungen dabei. "Ich hab das noch nie geschafft, dass ich da annähernd rangekommen bin."
Ihren ersten internationalen Wettkampf in dieser Saison und das erste Großereignis seit Olympia 2004 in Athen völlig verpatzt hat Sprinterin Müller-Weissina. "In Österreich bin ich es gewohnt, vorne weg zulaufen, hier waren gleich beim Start zwei neben mir vorne, ich habe mich aus dem Konzept bringen lassen, das hat mich momentan überfordert", sagte die gebürtige Berlinerin, die mit 33 Jahren diese Routine allerdings längst mitbringen sollte.
(apa/red)
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