Transferstreit um Plassnegger in nächster Runde: GAK fordert von Rapid 200.000 Euro
- Svetits: Causa kommt vor den Bundesliga-Senat II
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Der Transferstreit um Gernot Plassnegger zwischen den Fußball-Bundesligisten Rapid Wien und GAK geht in die nächste Runde. GAK-Manager Peter Svetits kündigte an, bis Anfang der kommenden Woche vor dem Bundesliga-Senat II Schadenersatz von den Wienern einzufordern. "Es handelt sich dabei um eine Summe ab 200.000 Euro aufwärts", so Svetits. Auch gegen den Spieler selbst soll eine Forderung eingebracht werden.
Svetits berief sich dabei auf das FIFA-Regulativ, nach dem der Verein für den Austritt eines Spielers aus einem laufenden Vertrag haftet. Im April war der 28-Jährige auf Grund fehlender Gehaltszahlungen und nach einer Fristsetzung aus seinem Vertrag beim GAK ausgestiegen. Die Grazer überwiesen allerdings noch knapp vor Fristende Geld, das Protestkomitee erklärte den Austritt bei den Grazern daher für ungültig.
Von Seiten Rapids wäre nicht einmal im Ansatz ein Gespräch über eine mögliche Ablösesumme zu Stande gekommen, bedauerte Svetits. Sollte Plassnegger, wie dieser bereits angekündigt hatte, vor Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen sein Berufsverbot erwirken, werde der GAK in der Bundesliga nur unter Protest antreten.
Rapid-Sportdirektor Peter Schöttel blieb, angesprochen auf die mögliche Klage, gelassen. "Wir wurden von dieser Entscheidung noch nicht unterrichtet. Für uns ist das eine Geschichte zwischen Plassnegger und dem GAK. Wir warten nun erst einmal ab, wie die zuständigen Instanzen entscheiden", meinte er lapidar.
Wegen eines ähnlichen Falles löste der GAK am Donnerstag den Kontrakt mit U19-Teamspieler Bernhard Morgenthaler. Der Verteidiger war von der Liga gesperrt worden, weil sein Austritt aus dem laufenden Admira-Vertrag laut Senat II ebenfalls unberechtigt erfolgt war. Der derzeit verletzte Morgenthaler wird laut Svetits mit sofortiger Wirkung zur Admira zurückkehren.
(apa/red)
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