'Wollte langfristige Zusammenarbeit': BMW-Sauber gibt Ex-Champion Villeneuve Weisel
- Kanadier wird Formel 1 wohl den Rücken kehren
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1-Weltmeisterschaft
Wertungen bei Fahrern und Konstrukteuren 2006
Die Tage von Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve in der Formel 1 sind gezählt. Der Rennstall BMW-Sauber gab die sofortige Trennung vom 35-jährigen Kanadier bekannt, der bereits am Wochenende im Grand Prix von Ungarn vom Polen Robert Kubica ersetzt worden war. Sein auslaufender Vertrag wurde laut BMW in "gegenseitigem Einvernehmen" fünf Rennen vor Saisonende vorzeitig aufgelöst.
"Das ist wirklich enttäuschend für mich, denn ich habe mit BMW eine langfristige Zusammenarbeit angestrebt", widersprach Villeneuve und deutete seinen endgültigen Abschied aus der Königsklasse des Motorsports an. Er hatte elf seiner insgesamt 163 Rennen gewonnen hatte und war 1997 Weltmeister geworden.
Villeneuve nahm Wurz BMW-Platz weg
Villeneuve hatte sich schon in dieser Saison nur über einen gültigen Vertrag mit Sauber in das von BMW übernommene Team gedrängt. Ursprünglich wäre der österreichische Williams-Testfahrer Alexander Wurz der Wunschkandidat von Motorsportchef Theissen gewesen. Während Wurz nun sein Williams-Cockpit fix hat, dürfte Villeneuve der Formel 1 nun endgültig den Rücken kehren.
In der Vorwoche war der Kanadier von BMW über deren Pläne informiert worden, Kubica unter Rennbedingungen testen zu wollen - ohne Garantie, dass Villeneuve nach seinem schweren Unfall in Hockenheim noch einmal ins Cockpit zurückkehrt. "Wir haben volles Verständnis dafür, dass es für Jacques schwierig ist, in dieser ungewissen Situation sein Engagement aufrechtzuerhalten", erklärte Theissen. "Wir respektieren seine Entscheidung."
Das Team wird Villeneuve dessen hoch dotierten Vertrag zur Gänze ausbezahlen müssen. "Er hat einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des neuen Teams und des Fahrzeugs geleistet", würdigte Theissen den Ex-Champion. Kubica dürfte nun auch die fünf abschließenden Saison- Grand-Prix bestreiten.
(apa)
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