"Priorität gilt nächstem Jahr": Red Bull will künftig eigenen Talenten Flügel verleihen
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Red Bull steht nicht gerne für halbe Sachen - auch nicht in der Formel 1. Dementsprechend arbeitet das hauseigene Team Red Bull Racing intensiv und mit hohem finanziellen Aufwand an einem Auto, das in wenigen Jahren auch siegfähig sein soll. "Unsere ganze Priorität gilt jetzt einmal dem nächsten Jahr", erklärte Firmenchef Dietrich Mateschitz im Rahmen des Grand Prix von Ungarn.
Dann sitzen die Piloten - als einer davon steht der Schotte David Coulthard fest - erstmals in einem Boliden, der ein hundertprozentiges Red-Bull-Produkt ist. Die große Hoffnung der "Bullen" heißt Adrian Newey. Der britische Star-Ingenieur, der 1998 und 1999 die Weltmeister-Autos von McLaren-Mercedes konstruiert hatte, arbeitet seit Monaten an einem konkurrenzfähigen Wagen für die kommende Saison.
Ingenieur dementiert Motoren-Gerüchte
Welchen Motor er einbauen kann, das weiß Newey allerdings immer noch nicht. "Das ist für uns aber nicht das ganz große Problem", entgegnete der Brite Gerüchten, wonach die noch ausständige Entscheidung zwischen Ferrari- und Renault-Triebwerken die Entwicklung des "RB3" vollends zum Erliegen gebracht hätte. "Es gibt viele andere Angelegenheiten, die sicherlich genauso wichtig sind."
Im Mehr-Stufen-Plan des österreichisch-englischen Teams dürfte 2007 nämlich zum "Schicksalsjahr" werden. "Wir müssen beweisen, dass wir mit unserem eigenen Auto ganz vorne mitfahren können. Wir müssen zeigen, was wir können", erklärte Mateschitz. Nur so könne man im Jahr darauf möglicherweise auch absolute Topfahrer der Größenordnung von Michael Schumacher, Fernando Alonso oder Kimi Räikkönen anlocken.
Red Bull will eigene Talente an Spitze bringen
Perfekt wäre es laut Plan, in den kommenden Jahren durch Talentscouting und intensive Förderung selbst einen Piloten dieser Klasse zu generieren, der im eigenen Team um GP-Siege fahren kann. Der Pool an Motorsport-Nachwuchs ist beim österreichischen Energy-Drink-Hersteller sehr groß. "Aber nur fünf Prozent schaffen es auch wirklich an die Spitze", erklärte Mateschitz. "Das ist ein natürlicher Prozess."
Über Erfolg und Misserfolg entscheidet in der hochsensiblen Formel 1 vor allem die Entwicklungsarbeit, die bis inklusive Winter geleistet wird. Rückstände sind während der Saison nicht mehr aufzuholen. Das erfährt Red Bull in der laufenden Saison am eigenen Leib, hält nach 13 Rennen bei 16 WM-Punkten. Coulthard fielen am Sonntag im turbulenten Regenrennen von Budapest als Fünftem deren vier in den Schoß, sein österreichischer Teamkollege Christian Klien schied aus.
(apa/red)
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