Federer mit Turniersieg in Toronto: Erfolg über Gasquet 54. Sieg en suite in Amerika
- 2:6, 6:3, 6:2-Erfolg über ungesetzten Franzosen
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Der Tennis-Weltranglistenerste Roger Federer hat seine eindrucksvolle Übersee-Serie prolongiert. Der Schweizer feierte im Finale des mit 2,45 Mio. Dollar dotierten ATP-Masters-Serie-Turniers in Toronto einen 2:6,6:3,6:2-Erfolg über den ungesetzten Franzosen Richard Gasquet. Es war Federers bereits 54. Sieg in Serie auf nordamerikanischem Boden. Der vierfache Wimbledon-Sieger hält nach seinem siebenten Saisonerfolg (nach Doha, Australian Open, Indian Wells, Key Biscayne, Halle und Wimbledon) nun schon bei insgesamt 40 Turniersiegen.
Im ersten Satz sah es allerdings alles andere als gut für den Eidgenossen aus. Nach dem 1:0 für Federer gewann der 20-jährige Außenseiter Gasquet fünf Spiele in Serie und nach 31. Minuten auch den ersten Satz. Im zweiten Durchgang erfing sich der 25-jährige Favorit aber dann nach Abwehr von insgesamt fünf Breakbällen und schaffte zudem noch das erste Break gegen den Franzosen. Damit gab er der Partie die entscheidende Wende, womit sein Gegenüber auch im vierten Duell am Ende den Kürzeren zog.
"Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätte Gasquet das frühe Break im zweiten Satz geschafft", wusste Federer, dass das Match in dieser Phase für ihn auf des Messers Schneide stand. Danach kontrollierte er die Begegnung gegen den Sieger von Gstaad und Nottingham souverän und beendete sie nach 1:47 Stunden. Bereits gegen Dimitrij Tursunow (Achtelfinale), Xavier Malisse (Viertelfinale) und Fernando Gonzalez (Halbfinale) hatte Federer, der seit seinem Wimbledon-Triumph vier Wochen lang kein Turnier mehr bestritten hatte, über die volle Distanz gehen müssen.
"Dennoch fühlte ich mich vor dem Finale einigermaßen frisch - viel besser jedenfalls als in Halle (im Juni, Anm.), wo ich ebenfalls viermal hintereinander über drei Sätze gehen musste und alle Spiele hätte verlieren können", analysierte der Saisondominator, der 400.000 Dollar (313.112 Euro) Siegprämie kassierte und nun bei einer eindrucksvollen Saisonbilanz von 62:4 Siegen hält.
Toronto war das 17. Finale en suite für Federer, seit dem Halbfinal-Out gegen seinen Angstgegner Rafael Nadal (alle vier Niederlagen 2006 bezog er gegen den Spanier) bei den French Open 2005 ist er stets zumindest ins Endspiel eingezogen. Damit greift Federer im am Montag beginnenden Turnier in Cincinnati den mehr als 20 Jahre alten Rekord Ivan Lendls an, der 1981/82 18-mal in Serie in Finali vordrang.
Federer unterlag in den vergangenen 15 Monaten neben Nadal nur einem weiteren Gegner: Im November 2005 musste er sich im Masters-Cup-Finale in Shanghai dem Argentinier David Nalbandian geschlagen geben. Auf nordamerikanischen Hartplätzen ist er seit dem 3. August 2004 unbesiegt; seit der damaligen knappen Niederlage in Cincinnati gegen Dominik Hrbaty gewann Federer 54 Einzel und neun Turniere in Übersee. Außerdem vergrößerte Federer mit dem Erfolg in Toronto seinen Vorsprung im Ranking auf Verfolger Nadal um mehr als 800 Punkte auf wieder über 3.000 Zähler!
(apa)
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