Graham will Unschuld beweisen: Coach von Gatlin unterzog sich Test am Lügendetektor
- Test bestanden: Unschuld laut Anwalt damit bewiesen
- "Nichts mit Verbreitung von Dopingmitteln zu tun"
·Doping! Auch 100-m-Gigant Gatlin positiv
24-Jährigem droht nun lebenslange IAAF-Sperre!
Justin Gatlins umstrittener Trainer Trevor Graham ist in die Offensive gegangen: Er unterzog sich am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in Raleigh/North Carolina einem Lügendetektor-Test, um seine Unschuld zu beweisen. "Er hat den Test bestanden. Damit ist klar, dass er nichts mit der Verbreitung verbotener Substanzen zu tun hatte", erklärte Grahams Anwalt Joseph Zeszotarski.
Graham werde deshalb das Nationale Olympische Komitee der USA (USOC) bitten, das über ihn verhängte Benutzungsverbot der USOC-Trainingsstätten zurückzunehmen. "Wir sehen keinen Anlass, unsere Entscheidung zu revidieren. Der Zugang zu den Trainingsstätten ist ein Privileg", lautete die prompte Antwort von USOC-Sprecher Darryl Seibel.
USOC-Präsident Peter Ueberroth hatte in der vergangenen Woche das Verbot ausgesprochen, weil Graham immer wieder mit Dopingsündern in Verbindung gebracht worden ist. Neun Graham-Schützlinge sollen bisher des Dopings überführt worden sein. Zuletzt hatte ein Doping-Test von Gatlin, dem Olympiasieger, Weltmeister und Mit-Weltrekordler über 100 m, sowohl in A- als auch B-Probe zu hohe Testosteronwerte aufgewiesen. Gatlin, der bereits einmal als Dopingsünder gesperrt worden ist, droht nun als Wiederholungstäter eine lebenslange Sperre sowie die Aberkennung seiner Weltrekordzeit von 9,77 Sekunden.
(apa/red)
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