Für Westenthaler ist Wrabetz "im Moment" der Favorit: Konzept ist "sehr sympathisch"
- Erneuerung an Haupt und Gliedern wird stattfinden
- ORF-Wahl: Es geht ausschließlich um "Erfolg des ORF"

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Für BZÖ-Obmann Peter Westenthaler ist Alexander Wrabetz "im Moment" der Favorit im Rennen um den Posten des ORF-Generaldirektors. Wrabetz - der Kaufmännische Direktor wurde von Stiftungsräten, die der SPÖ, dem BZÖ, der FPÖ und den Grünen nahe stehen, für die Wahl in der kommenden Woche nachnominiert - fordert in seinem Konzept - wortgleich wie Westenthaler - eine "Erneuerung des ORF an Haupt und Gliedern", was der BZÖ-Chef, wie er im APA-Gespräch sagte, "sehr sympathisch" findet.
Der BZÖ-Obmann begrüßte ausdrücklich die Nominierung von Wrabetz: "Wenn jemand so Interessanter wie der Herr Wrabetz antreten will, dann muss man ihm eine faire Chance geben. Wenn er dazu dann noch ein gutes Konzept hat, dann hat er wirklich eine große Chance, sein Ziel zu erreichen."
Westenthaler erklärte, entscheidend sei, dass nicht Politiker, sondern unabhängige Stiftungsräte über die künftige Führung des ORF entscheiden. Er führe mit den vier Stiftungsräten, die vom BZÖ nominiert wurden, derzeit zahlreiche Gespräche. Dabei zeige sich, dass "der Drang zur Erneuerung sehr, sehr hoch ist".
Die Aussage vom ÖVP-nahen Stiftungsrat Kurt Bergmann, es gehe bei der Nominierung Wrabetz' lediglich darum, "dem Kanzler eins auszuwischen", löste bei Westenthaler nur ein Kopfschütteln aus: "Der Herr Bergmann ist in seinem Denken noch zu nahe an der Tagespolitik." Der BZÖ-Obmann betonte, dass es keinerlei Junktimierung oder Absprache mit dem Koalitionspartner ÖVP gebe.
Westenthaler wörtlich: "Der ORF ist weder Teil des Koalitionsübereinkommens, noch bin ich ein Teil des Koalitionsübereinkommens. Ich habe als Parteiobmann nichts unterschrieben und fühle mich an nichts gebunden."
Die Wahl am 17. August ist laut Westenthaler "keine Lagerentscheidung und keine Richtungsentscheidung für irgendeine künftige Koalition". Es gehe ausschließlich um den "Erfolg des ORF".
Die bisherigen Führung - dem Team rund um Monika Lindner und Werner Mück - würde "keine große Zukunft für den ORF bedeuten", so Westenthaler. "Daher muss es eine Änderung geben. Die Erneuerung an Haupt und Gliedern wird stattfinden und lässt sich nicht mehr revidieren." (apa/red)
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