Proteste gegen Wahlausgang in Mexiko weiten sich aus: Hauptverkehrsadern besetzt
- Anhänger von Lopez Obrador richten Blockaden ein
- Neuauszählung aller Stimmen seit Tagen gefordert
·Mexiko: Totale Neu- auszählung abgelehnt
Nur 11.839 Wahlurnen werden nochmals geprüft
In Mexiko sind die Proteste gegen den Ausgang der Präsidentenwahl von der Hauptstadt auf weitere Landesteile übergeschwappt. Anhänger des bei der Abstimmung unterlegenen Linkskandidaten Andres Manuel Lopez Obrador besetzten am Samstag Hauptverkehrsstraßen in den Großstädten Mexico City, Guadalajara und Monterrey. Auch Autobahnen zu dem Strandbad Acapulco an der Pazifikküste waren betroffen. Die Aktivisten hinderten die Regierung ein paar Stunden daran, Zollgebühren auf den Straßen zu kassieren. Ein Sprecher sagte, die Kampagne werde verstärkt, weil es sich um ein nationales Problem handele.
Die Anhänger von Lopez Obrador wollen mit ihren seit Tagen anhaltenden Protesten Forderungen nach einer kompletten Neuauszählung aller Wahlzettel Nachdruck verleihen. Bei den Wahlen vom 2. Juli war Lopez Obrador dem konservativen Kandidaten Felipe Calderon offiziellen Ergebnissen zufolge knapp unterlegen. Lopez Obrador zufolge wurde das Wahlergebnis manipuliert.
Eine Wahlkommission hatte entschieden, lediglich einen Teil der abgegebenen Stimmen neu auszählen zu lassen. Lopez Obrador erklärte am Freitagabend, die teilweise Neuauszählung zeige, dass mehr als 100.000 Stimmen falsch gezählt worden seien. Die Wahlkommission habe keine andere Chance als das Ergebnis zu annullieren und ihn zum Wahlsieger zu erklären. (apa/red)
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