Hunderte Todesopfer: Unwetter sorgen rund
um den Globus für Leid und Verwüstungen
- Äthiopien, Indien, China und Nordkorea betroffen
- Unzählige Tote & Verletzte, viele Menschen vermisst
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Überschwemmungen
und zerstörte Häuser
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Rund 100.000 Einschläge in nur zwei Wochen
Zahlreiche Tote, Obdachlose und Vermisste durch Unwetter in Äthiopien, Nordkorea, China und Indien: Nach Überschwemmungen im Osten Äthiopiens suchten Überlebende nach hunderten Vermissten, die Zahl der Todesopfer stieg nach amtlichen Angaben auf mindestens 206. In Nordkorea könnten durch Hochwasser einem japanischen Zeitungsbericht zufolge weit mehr Menschen umgekommen sein als bisher angenommen.
Bis zum 17. Juli seien in Nordkorea 549 Tote gezählt worden, weitere 295 Menschen würden noch vermisst, schrieb die Zeitung "Choson Sinbo". In Süden Chinas stieg die Zahl der Toten durch den Tropensturm "Prapiroon" unterdessen auf 77, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua. Im Westen Indiens haben einstürzende Häuser und Erdrutsche weitere 25 Menschen das Leben gekostet. "Die Situation bleibt ernst", sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes im schwer betroffenen Bundesstaat Maharashtra.
Äthiopien: 300 Menschen vermisst
In Äthiopien hätten Angehörige rund 300 Menschen als vermisst gemeldet, die Suche werde fortgesetzt, sagte Polizeisprecher Beniam Fikru. Laut Polizei wurden mindestens 10.000 Menschen obdachlos. Nach heftigen Regenfällen waren in dem Ort Dire Dawa in der Nacht auf Sonntag zwei Flüsse über die Ufer getreten. Die Überschwemmungen in den Bezirken Addis Ketema, Genfele und Aftessa verursachten erhebliche Schäden. Im vergangenen Jahr waren in derselben Region mindestens 200 Menschen durch Überschwemmungen nach Regenfällen ums Leben gekommen.
Nordkorea: Tausende Verletzte
Bei drei Stürmen in Nordkorea habe es 3.043 Verletzte gegeben, berichtete das als nordkorea-freundlich geltende Blatt "Choson Sinbo" auf seiner Internetseite. Das Rote Kreuz hatte vergangene Woche von 151 Toten und 29 Vermissten gesprochen. Nordkoreanische Staatsmedien sprachen von hunderten Toten und Vermissten.
Dem Zeitungsbericht zufolge machten die Unwetter 7.500 Familien obdachlos und zerstörten fast 24.000 Hektar Ackerland. Dies wären 1,3 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche Nordkoreas. Das international isolierte Land kämpft ständig mit Hungersnöten. Hilfsangebote der Vereinten Nationen (UN) und des Roten Kreuzes hat die kommunistische Regierung bisher abgelehnt.
China: Tote durch Sturm und Erdrutsche
In China starben die meisten Opfer des Tropensturms durch Überschwemmungen und Erdrutsche in der Provinz Guangdong. Der wirtschaftliche Schaden betrug dem Xinhua-Bericht zufolge umgerechnet rund 526 Millionen Euro. Der Sturm war am Donnerstagabend mit schweren Regenfällen über Guangdong niedergegangen.
"Prapiroon" - thailändisch für "Regengott" - ist der sechste Sturm dieser Saison, der Südchina heimsuchte. Zuvor hatte er auf den Philippinen und in Hongkong gewütet. Bei den Vorgängern "Bilis" und "Kaemi" waren in Südchina unlängst weit mehr als 600 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des taiwanesischen Wetteramts könnten am Mittwoch und Donnerstag zwei weitere Tropenstürme Taiwan erreichen und von dort nach Südchina weiterziehen.
Indien: 130.000 auf der Flucht
In Indien wurden in Maharashtra und im benachbarten Bundesstaat Gujarat rund 130.000 Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht. Der Godavari, Maharashtras wichtigster Fluss, führt Hochwasser. Seit Beginn des Monsuns im Mai starben mehr als 600 Menschen. Die Regenzeit dauert bis September.
(apa/red)
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