"Echtes Bedrohungsszenario": Grüne fordern Einrichtung eines Anti-Atom-Fonds
- "Aktuelle Dimension" durch Störfall in Schweden
- Van der Bellen: Energie-Partnerschaften ausbauen
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Die Grünen peilen die Einrichtung eines "Anti-Atom-Fonds" an. Ziel soll es sein, alternative Energien zu fördern, erklärte Bundessprecher Alexander Van der Bellen. Der Vorstoß habe seit dem jüngsten Störfall in einem schwedischen Kernkraftwerk eine "neue aktuelle Dimension", genau besprochen werden soll das Thema bei der Bundesvorstandsklausur auf Schloss Seggauberg in der Südsteiermark.
Die Atomkraftwerke im tschechischen Temelin, Mohovce in der Slowakei, Paks in Ungarn und Krsko in Slowenien stellten laut Van der Bellen "ein echtes Bedrohungsszenario" dar. Schon gar nicht einverstanden sind die Grünen nach wie vor mit der europäischen Einigung zum Ausbau mehrerer Kernkraftwerke, "die Bundesregierung ist durch Stillschweigen aufgefallen". Im Wahlkampf soll sich nun die stellvertretende Bundessprecherin Eva Glawischnig dieses Themas annehmen. "Wir werden sie bitten, bei der Klausur ihre Konzepte vorzustellen", kündigte Van der Bellen an.
Konkret wollen die Grünen den Spagat zwischen bleibendem Komfort und sinkendem Energieverbrauch schaffen, auch der Ausbau von "Energie-Partnerschaften" mit den angrenzenden EU-Staaten ist ein Wunsch, der behandelt werden soll. "Österreich soll in diesem Bereich die enormen Arbeitsmarktchancen nutzen", meinte Van der Bellen dazu. Vor allem kleinere Anbieter von Alternativenergien sollen so gefördert werden, als "Lieblingsbeispiel" nannte der Grünen-Chef eine Solaranlagen-Firma in Steinach am Brenner, die in den vergangenen Jahren von vier auf 180 Mitarbeiter angewachsen sei: "Ein Bereich, der bis vor Kurzem noch als Spinnerei missverstanden worden ist." (apa)
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