Illegale Pfleger in Österreich: Grüne fordern sofortige Beschäftigungsbewilligung
- Erteilung unabhängig von der Quotenregelung
- Gewerkschaft: Angebot um 400 Prozent ausweiten
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Die sofortige Erteilung einer Beschäftigungsbewilligung für jene osteuropäischen Pflegerinnen, die derzeit illegal in Österreich arbeiten, hat die stellvertretende Bundessprecherin der Grünen, Madeleine Petrovic, gefordert. Die Erteilung der Beschäftigungsbewilligung müsse unabhängig von der Quotenregelung erfolgen. "Es ist absurd, andere EU-Länder werben im Osten um gut ausgebildete, professionelle PflegerInnen und wir kriminalisieren genau diese Gruppe obwohl wir sie dringend brauchen", sagte Petrovic.
Kritik von der SPÖ handelte sich Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ein. Der ÖVP-Obmann hatte im Sonntags-"Kurier" gemeint, dass man nicht bei jedem Problem sofort nach den Staat rufen könne. Das gelte für die Kinderbetreuung genau so wie für die Pflege. Für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures ist das ein "Offenbarungseid. Damit macht Schüssel klar, dass er in diesen Bereichen gar nicht an einer Lösung interessiert ist. Die Anliegen der Leute sind Schüssel egal und er macht damit deutlich, dass es seiner Meinung nach nicht die Aufgabe der Regierung ist, Konzepte und Lösungen für die Probleme der Menschen zu finden und umzusetzen", sagte Bures in einer Aussendung.
Die Vorsitzende der Fachgruppenvereinigung Gesundheitsberufe im ÖGB, Gerda Mostbauer, forderte, das strukturelle Angebot in der mobilen Pflege und Betreuung österreichweit etwa um 400 Prozent auszubauen. Erst dann werde es möglich und ratsam sein, rigoros gegen die illegale Beschäftigung vor allem im Bereich der Alltagsbetreuung vorzugehen. "Alles andere würde zu einem Systemzusammenbruch führen."
(apa/red)
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