Keine Vignetten-Preiserhöhung 2007: Aber
Verteuerung ab 2008 nicht ausgeschlossen
- Kommt Verdoppelung des Preises auf rund 140 Euro?
- Große Pläne der Asfinag erfordern höhere Einnahmen
·VCÖ: Erfolg für City- Maut in Stockholm
UMFRAGE: Einführung nun auch in Österreich?
·UMFRAGE: Was halten
Sie von der City-Maut?
Ihre Meinung zur Gebühr für Stadtfahrten im Check
·In Stockholm wurde City-Maut eingeführt
Ein bis zwei Euro Gebühr für Fahrten in Innenstadt
·Mit dem Auto ans Meer - so viel kostet's!
Die Mauttarife für die beliebtesten Reiseziele
Verkehrsminister Hubert Gorbach hat eine Erhöhung der Vignetten-Preise 2007 neuerlich ausgeschlossen. "Es wird keine Vignetten-Erhöhung geben", sagte Gorbach-Sprecher Carl Ferrari-Brunnenfeld. Anders lautende Medienberichte, in denen von einer Anhebung der Tarife für die Pkw-Jahresvignette von 72,60 Euro auf 100 Euro nach den Wahlen die Rede ist, bezeichnete der Sprecher als "Wahlkampfgeplänkel".
Anders als in den Jahren zuvor habe die Autobahngesellschaft Asfinag heuer nicht einmal einen Antrag auf Erhöhung gestellt. "Wir haben von vornherein klar gesagt, dass es keine Möglichkeit für eine Erhöhung gibt", sagte Ferrari. Ein Antrag für 2007 nach den Wahlen sei nicht mehr denkbar. Eine Bewilligung wäre auf Grund des Fristenlaufs vor Jahreswechsel dann nicht mehr möglich. Außerdem seien die Vignetten für 2007 bereits im Druck, so das Verkehrsministerium.
Das Autobahnpickerl wurde 1997 zum Preis von damals 550 Schilling (40 Euro) eingeführt, 2001 wurde der Preis auf 1.000 Schilling (72,7 Euro) erhöht. Die Asfinag hatte seither mehrmals Anträge auf eine Erhöhung gestellt. Der frühere Asfinag-Chef Walter Hecke bezeichnete auf Grund des laufenden Autobahnausbaus eine Verdoppelung des Vignettenpreises auf etwa 140 Euro pro Jahr schon 2003 als gerechtfertigt.
Verteuerung ab 2008 nicht ausgeschlossen
Das BZÖ lehne "zusätzliche Belastungen für den Autofahrer ab", sagte der Gorbach-Sprecher. "Es wird sicher zu keiner Verteuerung der Autobahn-Jahresvignette kommen. Da kann dies eine kleinformatige Zeitung ("Kronen Zeitung", Anm.) noch hunderte Male herbeibeten", betonte auch BZÖ-Verkehrssprecher Klaus Wittauer. Sollte das BZÖ wieder in die Regierung komme, werde es keine neuen Belastungen für die Autofahrer geben, versprach er.
Was 2008 allerdings tatsächlich passieren wird, ist unterdessen offen. Die ausgegliederte, aber immer noch staatliche Autobahngesellschaft Asfinag hatte zuletzt ehrgeizige Finanzierungspläne angekündigt. Das Unternehmen sitzt derzeit auf einem Schuldenberg von rund 9,2 Mrd. Euro, bis 2015 sollen es ca. 15 Mrd. Euro sein. Dennoch will die Asfinag mit ihren Einnahmen (in erster Linie Lkw-Maut, Vignette, Sondermauten) die Eigenkapitalquote drastisch erhöhen.
"Unser Ziel ist es, in den nächsten fünf bis sechs Jahren ein Verhältnis 20:80 zwischen Eigenkapital und Fremdkapital zu erreichen", sagte Asfinag-Vorstand Christian Trattner Mitte Mai. Ende 2005 lag die Asfinag bei einer Eigenkapitalquote von 5,6 Prozent.
(apa/red)
Amphibienfahrzeug Sea Lion10:25
Zu Wasser und zu LandKonstrukteur Mark Witt baut sich das schnellste Amphibienfahrzeug der Welt
