Klimawandel macht Ferien im Norden cool:
Im Norden war es gleich warm wie im Süden
- Nicht ganz so heiße Strände gewinnen an Attraktivität
- Das Mittelmeer muss sich in Zukunft etwas überlegen

·Italien leidet unter der extremen Hitze
Badegäste, Romtouristen,
Quallen und Insekten
·Sommerferienzeit -Hier gibt's Abkühlung
Die besten Sommerhitze-BILDER aus aller Welt
·Quallenplage droht an Mittelmeerküste
Mallorca und spanische Mittelmeerküste betroffen
Eine neue Studie britischer und niederländischer Wissenschaftler besagt, dass um 2080 englische und deutsche Sommerurlauber in ihren eigenen Ländern ein erträglicheres Klima vorfinden als in Spanien oder Italien. Somit könnte die Tourismusbranche der bisher eher kalten Länder Nordeuropas zu Lasten der Mittelmeer-Region ein Gewinner des Klimawandels werden.
Derzeit machen rund 100 Millionen Menschen, hauptsächlich Briten und Deutsche, Urlaub am Mittelmeer und geben dort um die 80 Milliarden Euro aus.
Urlaub in Seebädern wie Brighton
Ändern diese Touristen ihre Urlaubsgewohnheiten, so könnte das ungeahnte Folgen für die Mittelmeerländer Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, die Türkei oder Marokko haben, in denen der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Sonnenhungrige Urlauber wollen trotz extremer Hitze nicht gezwungen sein, im Schatten zu sitzen. So könnten die, dann nicht ganz so heißen Strände in Irland, Nordfrankreich, an der Ostsee und in Süd-Skandinavien an Attraktivität gewinnen.
Sonnenbräune ist out
Die Hitzewelle dieses Sommer dürfte bei vielen Touristen aus Nordeuropa ohnehin zu der Erkenntnis geführt haben, dass es am Mittelmeer nicht wärmer als daheim ist.
Abgesehen von der Backofenhitze könnten zunehmender Wassermangel und vermehrte Waldbrände die klassischen Reiseziele in Südeuropa zusätzlich Attraktivität kosten. Das Mittelmeer müsste statt Stränden andere Trümpfe wie Köstlichkeiten aus Küche und Keller, Landschaften oder Bauwerke aus der Antike ausspielen, empfehlen die Wissenschaftler. Und Sonnenbaden könnte ganz aus der Mode kommen.
(APA/red)
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