Samstag, 5. August 2006

The Appleseed Cast melden sich nochmals zurück: Neue CD "Peregrine" besticht erneut

  • US-Band verzaubert einmal mehr mit 'Spezial-Sound'

Wer die bisherigen Alben von The Appleseed Cast kennt, der weiß, dass sie mit ihrem Sound Geschichten erzählen und Bilder malen können. Bei ihrer neuen Platte finden sich keine elegischen, minutenlangen Oden über die Macht der Meere oder griechische Mythen, sondern einfach nur Rocksongs.

The Appleseed Cast haben eine Vision. Zwar nur eine musikalische, aber immerhin. Mit ihrem Sound prägten sie im letzten Jahrzehnt ein eigenes Genre. Ein Genre, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. In der genauen Umschreibung müssten nämlich Begriffe wie "Gitarren-Effektgeräte", "meditativ", "Indie-Rock", "Post-Rock", "treibende Percussion" und "Soundscapes" vorkommen.

Statt wie bisher immer Ed Rose, dem Star-Produzenten des Mittleren Westens, saß für "Peregrine" John Congleton (The Paper Chase) an den Studio-Reglern. Vor allem den beiden Alben-Highlights "Mountain Halo" und "Sunlit and Ascending" hat dieser seinen Stempel aufgedrückt. Ansonsten bleiben Crisci und Pillar ihrem Stil treu. Allerdings erfordert "Peregrine" mehr Geduld als das bei den bisherigen Alben der Fall war. Hat man sich aber erst mal eingehört, beginnt die Appleseed Cast-Magie wieder so richtig zu wirken. (red)

5.8.2006 18:55
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