Nach Rücktritt von Kulterer: Entscheidungen
zu Hypo Alpe-Adria fallen am 16. August
- Sitzung der zuständigen Landesholding in Kärnten
- Aufklärungsbedarf: SPÖ und ÖVP stellen Fragen
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Nach dem angekündigten Rücktritt des Vorstandschefs der Hypo Alpe-Adria-Bank, Wolfgang Kulterer, müssen nun die Gremien die notwendigen Entscheidungen treffen. Denn, wie SPÖ und ÖVP unisono betonen, genüge es nicht, wenn Kärntens Landeshauptmann Haider das weitere vorgehen verkünde. Die Aufsichtsrat der zuständigen Landesholding soll am 16. August zusammentreten.
Haider hatte bekannt gegeben, dass Kulterer im Oktober den Aufsichtsratsvorsitz der Bank übernehmen und Siegfried Grigg als neuer Vorstandsvorsitzender installiert werden soll. Rot und Schwarz haben angekündigt, in der Aufsichtsratssitzung viele offene Fragen noch geklärt wissen zu wollen. SPÖ-Chefin Schaunig will etwa die Auszahlung der Ansprüche Kulterers diskutieren: "Entweder er hat nichts angestellt, dann braucht er nicht zu gehen. Wenn er aber von selbst zurücktritt, kann es auch keine Zahlungen geben." Zudem müsse die künftige Rolle von Minderheitseigentümer Grazer Wechselseitige geklärt werden, immerhin komme der neue Bankchef direkt aus der GraWe -Vorstandsetage.
Auch ÖVP-Obmann Josef Martinz sieht noch Aufklärungsbedarf: "Wir werden darüber reden müssen, wie der Herr Grigg seine Arbeit zu tun gedenkt." Immerhin habe er den Medien entnommen, dass Grigg die Hypo quasi als Teilzeit-Boss führen wolle, was bei einem Institut dieser Größenordnung "schwer vorstellbar" sei.
Schaunig und Martinz urgieren zudem das Inkrafttreten des neuen Holding-Gesetzes, das im Mai im Landtag beschlossen worden ist. Demzufolge ist die Zusammensetzung im Aufsichtsrat künftig an das Kräfteverhältnis der Parteien in der Landesregierung gekoppelt. "Eigentlich sollte das Gesetz längst in Kraft sein", ärgert sich Schaunig. Sie vermutet, dass das BZÖ "absichtlich verzögert". Das Büro des Landeshauptmanns dementierte.
(apa)
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