Hohe Unwetterkosten in Österreich: Bauern beklagen mindestens 35 Mio. Schaden
- Extreme: Frost, Überschwemmung, Hagel & Dürre
- Landwirte schließen immer höhere Versicherungen ab
Die Schadensmeldungen bei der österreichischen Hagelversicherung haben sich gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. "Bis heute sind 19.328 Schadensmeldungen bei uns eingegangen. Frost, Überschwemmung, Hagel und Dürre haben der Landwirtschaft heuer massiv zugesetzt", sagte der Generaldirektor der Hagelversicherung, Kurt Weinberger, in einer ersten Zwischenbilanz für das Jahr 2006.
Zum Stichtag 3. August gingen im Vorjahr 10.763 Schadensmeldungen bei der Hagelversicherung ein. 80 Prozent des landwirtschaftlichen Ertrages hängen vom Wetter ab. Damit ist der Agrarsektor von den Wetterextremen besonders betroffen. Der Gesamtschaden in der österreichischen Landwirtschaft beträgt damit heuer bereits mehr als 35 Mio. Euro. Neben Hagel waren Österreichs Bauern besonders von Frost und Hochwasser betroffen. Alleine 50.000 Hektar an Wintergetreide, Winterraps und Mohn waren durch den strengen Winter und die lang anhaltenden Schneedecken von Frostschäden betroffen.
Zusätzlich führte die Dürre vor allem im Süden und Osten Österreichs insbesondere bei Grünland zu Schäden. Wie hoch der Gesamtschaden durch die Dürre sein wird, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden. Dies hänge wesentlich von der Witterung in den nächsten Wochen ab.
Österreichs Landwirte haben auf die Zunahme der Wetterextreme reagiert und mehr Versicherungen abgeschlossen. Wie die Zahlen der Hagelversicherung zeigen, ist in Österreich die versicherte landwirtschaftliche Fläche seit 1996 um 55 Prozent auf insgesamt 1.107.000 Hektar gestiegen. (APA)
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