Donnerstag, 3. August 2006

1,6 Millionen Euro verspekuliert: BAWAG-
Mitarbeiter steht unter Untreueverdacht

  • Der Filialleiter legte Konten an und überzog sie
  • Selbstanzeige und Austritt aus dem Unternehmen

Gegen einen ehemaligen Mitarbeiter einer Bawag-Filiale im Burgenland laufen Vorerhebungen wegen Verdachts der Untreue. Der Mann soll über mehrere Jahre Geld veruntreut haben und habe vor kurzem Selbstanzeige erstattet. Die Schadenssumme soll knapp 1,6 Millionen Euro betragen.

Der vormals stellvertretende Filialleiter gab mit der Selbstanzeige auch den Austritt aus dem Unternehmen bekannt. In seiner Position habe er auf Bankgelder zugreifen und die interne Kontrolle überlisten können, so der Staatsanwalt.

Laut der Tageszeitung "Kurier" eröffnete der Bankangestellte selbst Konten und überzog sie anschließend. Die Bawag erstattete bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige. Über eine mögliche Anklageerhebung zu spekulieren, sei jedoch noch zu früh, so der stellvertretende Leiter der Staatsanwaltschaft Eisenstadt Wolfgang Swoboda.

(apa/red)

3.8.2006 07:59