Kulterer verzichtet auf Gehaltsfortzahlung: Nach klärendem Gespräch mit Jörg Haider
- Kulterer: Verzichte auf Ansprüche per Ende 2007
- Verwirrspiel beendet: "Abrechnung" des Vertrages
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Der scheidende Vorstandsdirektor der Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank, Wolfgang Kulterer, verzichtet auf die Fortzahlung seines Gehalts bis 2011. Dies gelte unter der Bedingung, dass sein Vorstandsvertrag wie bei einer Beendigung per Ende 2007 abgerechnet werde, so Kulterer. Der Kärntner Landeshauptmann und Eigentümervertreter Jörg Haider hat den Vorschlag bereits angenommen. Haider bleibt dabei, dass Kulterer später wieder in sein Amt eingesetzt werden soll.
Kulterer erklärte, es habe bisher keine Verhandlungen über den bestehenden Vertrag gegeben, sämtliche öffentlichen Äußerungen seien daher reine Spekulation gewesen. Wörtlich erklärte er: "Ich habe bereits von mir aus dem Aufsichtsratspräsidium einen Vorschlag unterbreitet, womit mein Vorstandsvertrag wie bei einer Beendigung per 2007 abgerechnet wird. Ich verzichte bei Annahme dieses Vorschlages auf alle meine vertraglichen Ansprüche für die restlichen Jahre (2008/09/10, Anm.) der Vertragslaufzeit."
Laut Haider gab es ein Gespräch zwischen ihm, Kulterer sowie Grawe-Chef Othmar Ederer und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Karl-Heinz Moser. Darin sei vereinbart worden, dass der Vertrag Kulterers mit Ende 2007 abgerechnet werde. Kulterer werde wie geplant ab 1. Oktober dieses Jahres den Aufsichtsratsvorsitz bei der Hypo Alpe-Adria-Bank übernehmen.
Damit ist das Verwirrspiel um die Gage des scheidenden Bankchefs beendet. Es entspreche nicht seinem Charakter und seiner Einstellung, Einkommen ohne Gegenleistung zu beziehen, ließ Kulterer via Aussendung wissen.
Gleichzeitig betonte er, dass es bisher keine Verhandlungen über seinen Vertrag bzw. dessen Auflösung gegeben habe. Tags zuvor hatte der Generaldirektor der Grazer Wechselseitigen Versicherung, Othmar Ederer, in Wien von sich aus erklärt, dass Kulterer sein Gehalt für die gesamte Vertragsdauer erhalten solle. Auch Kulterer selbst hatte die vollständige Fortzahlung seiner Vorstandsbezüge in der ZiB2 am Dienstagabend noch verteidigt.
Offen bleibt vorerst die Frage, ob Kulterer nun - nach dem vorzeitigen Auslaufen der Vorstandsbezüge - als Aufsichtsratsvorsitzender eine Entschädigung erhalten wird oder nicht. Er sieht sich jedenfalls nicht als "üblicher" Aufsichtsrat, denn "dass ich hier keine normale Aufsichtsratfunktion durchführen würde, ist vollkommen klar", so Kulturer im "ZiB"-Interview. Er solle vielmehr eine "extreme Beratungstätigkeit auf Grund des Wissens und des bisherigen Aufbaus durchführen".
(apa/red)
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